Was für einen Router/welche Fritzbox brauche ich für Glasfaser?

Diese und ähnliche Fragen erreichen mich immer mal wieder.

Die BBV bewirbt über ihre Seite die Fritzbox 7360 und 7490. Aber es gehen auch andere Modelle. Und es muss auch gar nicht unbedingt eine (neue) Fritzbox sein. Wichtig ist: Es sollte ein Router sein der mit mehr als 100Mbit umgehen kann, und den man auch ohne DSL nutzen kann.

Aber bleiben wir hier erstmal bei der allseits beliebten FritzBox aus dem Hause AVM. Viele haben sicherlich eine daheim stehen, eben für ihren DSL Anschluss.

Grundlegend sollte gelten: Quasi jede Fritzbox kann man mit Glasfaser nutzen. Im schlimmsten Fall jedoch, nur bis zu einer Geschwindigkeit bis 100Mbit, statt der von der BBV angebotenen 300Mbit.

Woher weiß ich was meine Fritzbox kann? Dank Google ist das recht einfach. Angenommen du hast eine Fritzbox 7362 SL und es steht was von 1&1 drauf. In etwa so:

Bild 1 - Fritzbox 7362 AVM FritzBox 7362 SL Router Mesh fähig deutsche Version
FritzBox 7362 SL mit „1&1 Branding“

Trotz dass hier 1&1 drauf steht, geht das auch mit anderen Anbietern. 1&1 hat hier nur ein schwarz eingefärbtes und mit 1&1 Logo bedrucktes Gehäuse bei AVM bestellt. Drin steckt eine echte, freie Fritzbox.

Okay, was ist zu tun: Googlen. In unserem Beispiel hier nach

Fritzbox 7362 SL technische Daten

Gibt man das also bei Google in die Suchmaschine ein, sieht das Ergebnis exemplarisch so aus:

Google Suche nach den technischen Daten der Fritzbox

Also oben dem Suchbegriff wie gewohnt eingeben und dann die Suchergebnisse anschauen. In unserem Fall hier landen wir gleich bei den Technischen Daten der Box als PDF. Hier kann man mal reinschauen. Dort finden sich immer irgendwo technische Daten oder die Anschlussbeschreibung:

Wir haben hier also vier Netzwerkbuchsen (die gelben), wovon die ersten zwei Gigabit beherrschen und die nächsten zwei dann nur noch 100Mbit.

Der erste Anschluss (LAN1) wird, sofern es keinen extra „WAN-Anschluss“ gibt, der Anschluss an dem Glasfaser angeschlossen wird. LAN2 bis LAN4 kann dann für Computer genutzt werden.

Heißt für uns: Wir können die 300Mbit Glasfaser auf LAN1 in die Fritzbox rein lassen und auf LAN2 bis LAN4 für PCs und Co. freigeben. Diese teilen sich dann die 300Mbit entsprechend.

Wer bisher mit z.B. DSL Light (in Helmhof scheinen etwa 3,5Mbit recht verbreitet zu sein) unterwegs ist, oder wer DSL 16.000 (=16Mbit) oder DSL 50 hatte, dem reicht die Fritzbox 7362 SL allemal. Weil auf jedem LAN Anschluss die Geschwindigkeit auf jeden Fall deutlich schneller ist als zuvor. Aber nur auf LAN2 würde man in Genuss der vollen 300Mbit kommen. LAN 3 und 4 bieten nur 100Mbit.

Aber auch wer aktuell schon DSL100 hat kann mit so einer Fritzbox noch gut leben. Denn die wenigsten Onlinedienste bieten Downloads an die deutlich über 100Mbit hinaus gehen. Die 300Mbit des FTTH Anschlusses spielen ihren Vorteil primär dann aus, wenn mehrere Endgeräte das Internet gleichzeitig nutzen.

Wer aber unbedingt an jedem Gerät die vollen 300Mbit potentiell zur Verfügung haben will, sollte darauf achten, dass zum einen alle LAN-Anschlüsse 1000Mbit bzw Gigabit können und auch das WLAN ausreichend schnell ist. Aber das wird nur die „Nerds“ unter den Internetusern betreffen. Otto Normalverbraucher wird da keinen spürbaren Unterschied feststellen. Nicht heute, aber vielleicht in 5-10 Jahren wenn dann 500-1000Mbit erforderlich sind. Aber warum heute ein Gerät kaufen das man erst in 5-10 Jahren voll ausnutzen kann/ausnutzen wird.

So, jetzt wisst ihr worauf es ankommt: Fritzbox (oder beliebiger anderer Router) mit mindestens einem Gigabit/1000Mbit LAN Anschluss. Der Rest ist Geschmackssache.

Wer einen Router der Telekom hat (Speedport oder dergleichen), sollte sich schlau machen ob er a) den Router nach Kündigung des DSL Vertrags noch weiter nutzen kann (oftmals sind die ja nur gemietet), und b) ob man ihn für einen WAN Anschluss mit FTTH konfigurieren kann.

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