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Die große BBV Frage- und Antwortenrunde

[UPDATE 11.12.2019 17:00]
BBV hat nochmal Feedback geliefert. Der Abschnitt unten über die Vereinsprovision wurde angepasst, sowie der Abschnitt hinsichtlich DualStack. Ergänzt wurde auch der Abschnitt zum Thema Netzabschlusspunkt.


Wie versprochen hatte ich mich am 09.12. mit zwei Vertretern der BBV getroffen. Dies waren Herr Arno Maruszczyk und Herrn Thomas Fuchs. Ich kam auf die Minute genau pünktlich zum Treffen. Die beiden BBV Vertreter waren schon anwesend.
Bevor wir zu meinem Fragenkatalog kamen, haben wir uns über allerlei Glasfaser-Randthemen unterhalten. Ich habe mir versucht so viel wie möglich zu behalten. Wirklich hängen geblieben bist: Die Leute bei BBV hängen an ihrer Arbeit. Man kann an dieser Stelle BBV in keinster Weise nachsagen, dass hier nur das Geld der Investoren abgegriffen wird und man sich nicht bemüht. Ganz im Gegenteil. Nun aber zu den eigentlichen Themen, meinem – nein, eurem Fragenkatalog…

Ich hatte ursprüglich die Idee alle Fragen zu sammeln und eine Top10 Liste draus zu machen. Die Fragen waren aber breit gefächert, so dass ich einzelne Themengebiete gruppieren konnte. Aber gut, fangen wir einfach mal an. Die Fragen habe ich soweit möglich im O-Ton zitiert. Die Antworten von BBV sind sinngemäß

Thema 1: „Kündigungsservice BBV“.
Frage:

BBV kündigt den bisherigen DSL/.. Vertrag. So wurde es im Vertrag mit der BBV angekreuzt/angegeben. Nun läuft dieser im Monat XYZ eigentlich aus und sollte entsprechend gekündigt werden. 

* Meldet sich die BBV bei mir bezüglich Übergangsvertrag oder soll ich schauen das ich entweder selbst ein Jahr verlängere oder zu einem monatlich kündbaren Anbieter/Vertrag wechsel?

* Wenn ich wechsel dann ist die Vereinbarung vom Vertragsabschluß [bzgl. BBV kümmert sich darum] ja hinfällig. Oder wie funktioniert das dann?

Antwort:

Der „Kündigungsservice“ der BBV setzt folgendes voraus: Dein Glasfaseranschluss der BBV ist fertig gelegt und kann technisch aktiviert werden. Soll heißen: Die BBV kommt erst auf einen mit der Kündigung des Altvertrags zu, wenn der neue Anschluss fertig und einsatzbereit ist.
Wenn dein Altvertrag noch vor diesem Zeitpunkt „ausläuft“ und sich „verlängert“, dann kann die BBV hier nicht eingreifen. Aktuell wären das über 10.000 Verträge die die BBV im Auge behalten müsste um hier die Kunden vorzeitig auf einen monatlich kündbaren Vertrag zu schieben. Das ist organisatorisch nicht möglich. Wenn sich dein Altvertrag also noch vor Fertigstellung des Glasfaseranschlusses verlängern würde solltest du rechtzeitig z.B. die Firma ABICOS einschalten um auf einem monatlich kündbaren Vertrag zu wechseln. Es wird davon abgeraten die Kündigung selbst in die Hand zu nehmen. Bei der Rufnummermitnahme etc geht oft sehr viel schief wenn man nicht exakt weiß was wie zu tun ist. Wenn dir die Rufnummer egal ist, kannst du natürlich auch alles selbst erledigen.

Thema 2: Ausbauplanung
Frage 1:

Es wurde Ende Oktober 2019 von der BBV geschrieben, dass das Glasfaser-Netz in Neckarbischofsheim, Helmhof und Untergimpern Ende 2020 fertiggestellt sein soll, sofern nichts unvorhergesehenes geschieht. Ursprünglich war von 18 Monaten Bauphase ausgegangen wurden. Da der Spatenstich nun im Q1 2020 geschehen soll, bleibt für die Bauphase deutlich weniger Zeit als die ursprünglich geplanten 18 Monate. 
* Wie will BBV das nun bewerkstelligen?
* Was hat dazu geführt dass sich die Bauphase um mind. 6 Monate auf unter 12 Monate verringert?
* Ist eine Fertigstellung Ende 2020 tatsächlich realistisch?

Antwort:

Die von Glasfaserinfo-Neckarbischofsheim genannten 6 Monate Planung gefolgt von 18 Monaten Ausbau sind nicht ganz korrekt. Man ist von Anfang an von 18 Monaten „für alles“ ausgegangen. Bedeutet: 6 Monate Planung, 12 Monate Ausbau. Bedingt durch vielerlei Faktoren ist die Planungsphase nun deutlich länger, deutlich über 1 Jahr. Hintergründe liegen in den technischen Unterlagen zur Infrastruktur und dergleichen. Es musste und muss an vielen Stellen erst die technischen und vertraglichen Voraussetzungen geschaffen werden, bevor mit dem Tiefbau begonnen werden kann. Die BBV hat hier mehrfach die wirklich sehr gute Zusammenarbeit der Kommunen (und damit waren alle Kommunen gemeint) genannt. BBV steht quasi mit jeder betroffenen Kommune im regen Austausch. Man kennt sich mittlerweile und arbeitet gemeinschaftlich daran die etwaigen Problemstellen mit etwaigen Dritten zu lösen.

Für Neckarbischofsheim war quasi Q1 für den Spatenstich geplant. Aber eben wegen noch fehlender technischen und vertraglichen Voraussetzungen verzögert sich der Spatenstich weiter. Unverbindlich hat man nun August 2020 ins Auge gefasst.

Was die Bauzeit anbelangt ist man, aufgrund der lang andauernden Planungsphase und der mittlerweile aufgestockten Kapazität beim Tiefbau mittlerweile bei einer Schätzung von 6-7 Monaten. Würde bedeuten: Spatenstich im August 2020 und Fertigstellung etwa Januar/Februar 2021. Alle Zahlen und Daten an dieser Stelle: Völlig unverbindlich und vor allem darauf basierend, dass nichts unvorhergesehenes passiert. Leider kann immer unvorhergesehenes passieren. Es wäre nicht das erste mal dass eine Baugrube für bestehende Infrastruktur hergestellt wird und man dann feststellt, dass die Gegebenheiten von den Plänen abweichen.

Frage 2:

Neubaugebiet in Neckarbischofsheim “Unter dem Linsenkuchen”: Es gibt Aussagen von Telekommitarbeitern dass hier die Telekom FTTH ausbaut. Wie weit hat die BBV das bereits in der Planung berücksichtigt? Stimmt die Aussage von der Telekom?

Gibt es bereits Kooperationen mit der Telekom bzgl. genutzter Infrastruktur? Oder überbaut hier die Telekom?

Antwort:

Die BBV wird „Unter dem Linsenkuchen“ wie den Rest von Neckarbischofsheim auch ausbauen. Es wird seitens der BBV eine flächendeckende Leerrohrinfrastruktur erstellt. Sogenannte Speedpipes werden in die Leerrohre eingezogen. Die Glasfaser wird erst später, bei Vertragsabschluss eingeblasen. D.h. die Bauherren werden bei der BBV ihren Glasfaseranschluss bestellen und aktivieren können.

Seitens der Telekom ist hier – so die Info der BBV – wohl nur eine Zusage vorhanden, dass Leerrohre in der Straße und ein Kabelverzweiger installiert wird. Von einer Verbindung ins Grundstück und damit einen tatsächlich zugesagten Ausbau der Glasfaser bis ins Haus war bisher noch nicht die Rede.

Die Telekom hat offenbar auch jedwede Kooperation mit der BBV soweit abgelehnt. Dies ist unter anderem auch darin zu begründen, dass das Verwaltungssystem der Telekom es nicht vorsieht, „andere Infrastruktur“ zu nutzen, sprich Infrastruktur die der Telekom nicht gehört passt nicht ins System.

Ergo: Es wird in besagtem Gebiet doppelt ausgebaut. Klingt blödsinnig, ist es auch. Aber offenbar de einzige Chance tatsächlich mit dem Einzug ins neue Eigenheim auch tatsächlich Glasfaser zu nutzen.

Thema 3: BBV TV
Frage:

Wie sieht BBV sein TV Angebot im Vergleich zu Magenta und Konsorten? 

Welche Vorteile, welche Nachteile gibt es für „Ex-Magenta“ Kunden?

Welches System läuft auf der BBV TV Box? 

Kann man hier “Apps” nachinstallieren um z.B. Netflix und MaxDome und dergleichen zu nutzen?

Antwort:

Technisch steht hinter dem TV Angebot von BBV die Firma „Zatoo„. Darüber bekommt man ganz regulär TV Sender in SD und wahlweise HD. Die aktuelle „BBV TV Box“ läuft noch nicht mit einem Android-Betriebssystem. Apps nachinstallieren geht also aktuell nicht. Zatoo ist aktuell in Verhandlung über die Lizensierung und Spezifikation der Boxen, um die angefragten Apps installieren zu können.
Es steht jedoch jedem frei die Features seines ggf. schon existierenden Smart-TV zu nutzen. Dort sind oftmals die Streaming-Apps verschiedener Anbieter entweder schon vorhanden, oder lassen sich nachrüsten. In einigen Fällen hat man hier aber eine technische Sackgasse und man müsste auf andere Lösungen ausweichen: z.B. Amazon Fire-TV-Stick (oder die Box). Hier sind bereits alle Apps Lizensiert und vorinstalliert.

Kurzum: Die BBV TV Box „könnte“ künftig mit weiteren Apps ausgeliefert werden. Ob das so kommt steht noch nicht fest.

Thema 4: Vereinsprovision
Frage:

Wie sieht es mit der Vereinsprovision aus? 

Wie viel ist da für die einzelnen Vereine zusammen gekommen? 

Wann erfolgt die Auszahlung? 

Antwort:

Die genauen Zahlen wusste man nicht auswendig. Die Auszahlung an die Vereine erfolgt mit der Anschluss-Aktivierung des jeweiligen Vereinsmitglieds/Kunden. In anderen Gemeinden in denen die Aktivierung der Anschlüsse bereits erfolgte, wurde schon entsprechend ausgezahlt.

Nach interner Rücksprache wird die BBV die Auszahlungen doch schon VOR der Aktivierung der Kunden an die Vereine – nach Prüfung – auszahlen.

Arno Maruszczyk/BBV per Email am 11.12.2019

Thema 5: Ausbauphase
Frage 1:

Wird wirklich auch in der Schwarzbachsiedlung ausgebaut?

Antwort:

BBV konnte im ersten Anlauf an besagtem Info-Abend erst mal nur Auskunft zu Bernau geben. Hier erfolgt kein Ausbau. Hintergrund ist der sehr lange und aufwendige Zuleitungsweg mit Bahnschiene etc, und auch der Umstand, dass in Bernau nur drei Interessenten vorhanden wären.

Die Schwarzbachsiedlung grenzt quasi direkt an Bernau an. Die mittlerweile nachgelieferten Informationen seitens der BBV besagen, dass der Nicht-Ausbau auch für die Schwarzbachsiedlung gilt. Sorry für die schlechte Nachricht 🙁

Frage 2:

Wie sehen die tatsächlichen Ausbaupläne aus? Stellenweise werden Anfang 2020 EnBW Oberleitungen in die Erde verlegt. Später dann nochmal mit der BBV alles aufgraben wäre unschön. Wie sieht das mit Leerrohr verlegen aus? Welche Anforderungen hat die BBV hier um solche zu nutzen? Und wo sollte das Leerrohr am besten enden? 

Antwort:

Wenn die Straße geöffnet werden muss, muss das die Gemeinde genehmigen und vor allem auch die entsprechenden Unternehmen informieren. Sprich: Wenn die EnBW die Straße wegen der Verlegung der Oberleitung in die Erde aufreißt, dann wird die BBV informiert und nach Möglichkeit vorab schon ein Leerrohr gleich mit verlegt.

Frage 3:

Muss das Glasfaser-Kabel zwingend in den Keller gelegt werden, oder kann es auch bis sagen wir 1,5m an der Hauswand hoch und dann ins “hochgesetzte EG” gelegt werden?

Antwort:

Die Verlegung an der Hauswand in das „hochgesetzte EG“ ist möglich. Allerdings muss die Leitung mit entsprechenden Schutzmaßnahmen verbaut werden (vandalismussicheres Stahlrohr etc…). Diese Extra-Maßnahmen können ggf. Zusatzkosten zur Folge haben. Wer vom Standard (=Eintritt ins Haus unterhalb der Erdkante) abweichen möchte, sollte sich mit dem Bautrupp zu beginn der Bauphase absprechen.

Frage 4:

Wenn ich ich erst nach der Vorvermarktung meinen Vertrag unterschrieben habe, und die Kosten sich nun auf 600EUR belaufen: Spare ich etwas wenn ich der BBV mit einem Leerrohr vom Straßenrand zum Haus – auf eigene Kosten – entgegen kommen, so dass die BBV hier keinen großen Aufwand mehr hat?

Antwort:

Nein, aus organisatorischen Gründen geht das leider nicht.

Frage 5:

Wenn ich >10m vom Straßenrand zum Haus habe, dann wird der Preis pro Meter für die zusätzlichen Meter mit 70EUR/Meter angegeben. Ist das ein Festpreis inkl. allem Material und sonstiger Kosten? Oder können hier neben den 70EUR/m noch weitere kosten auf mich zukommen?

Antwort:

Das ist ein pauschaler Festpreis. 70EUR/Meter inkl. aller Kosten. Die BBV trägt hier das Risiko, nicht der Grundstücks/Hauseigentümer.

Frage 6:

Negativbeispiel Mönchzell: Ausbauverzögerungen, BBV verweist auf Baufirma und gibt selbst keine Auskunft, unerlaubte Grundstücksbetretung, Schäden, … Was wird BBV unternehmen dass das in Zukunft besser läuft?

Antwort:

Verzögerungen in der Bauphase können dadurch entstehen, dass z.b. beim Öffnen des Erdreichs die Infrastruktur nicht den Plänen entspricht. Dann muss erst geklärt werden ob und wie man damit umgehen kann. Während dessen steht der Bautrupp nicht Gewehr-bei-Fuß und dreht Däumchen, sondern ist schon an der nächsten Baustelle im Einsatz. Dies kann im gleichen Ort, oder einer anderen Gemeinde sein. Grundsätzlich gilt: Es wird da ausgebaut wo der Kunde auch „anschließbar“ ist. Die Planung sieht also vor, dass möglichst an einem Stück ausgebaut wird, so dass Baustellen nur so lange wie nötig bestehen bleiben und der Kunde so früh wie möglich Online gehen kann.

BBV beschäftigt Planer die den Ausbau planen. Die Pläne die dabei heraus kommen, erhalten dann die Tiefbaufirmen, welche die Arbeit ausführen. Wenn es hier also zu Problemen beim Tiefbau kommt, ist in erster Linie die Tiefbau-Firma informiert was Sache ist. Die BBV selbst sowie ein externes QM-Büro überwachen den Tiefbau. Ggf. gibt es durch die Gemeinde selbst nochmal ein weiteres Qualitätsmanagement. Wenn man in so einem Fall (z.b. Ausbau geht ohne erkennbaren Grund nicht voran) Auskunft haben möchte, sollte man sich an das BBV Büro in Waibstadt wenden. Dort sitzt direkt nebenan auch das Projektbüro, welches die Tiefbauarbeiten koordiniert und überwacht. D.h. dort wird man die fundierteste Auskunft erhalten wenn es darum geht „Wann geht es weiter?“.

Thema 6: Netzzugang und Netzabschluss
Frage 1:

Wenn ich 1000Mbit bei der BBV buche, und der ONT im Haus aus der Glasfaser wieder ein „Netzwerksignal auf Netzwerkkabel“ macht: Wie sieht das mit der Geschwindigkeit aus? Gigabit-Ethernet liefert Netto nur 960Mbit. Gebucht sind aber 1000Mbit.

Antwort:

Zitat:

Bei Privatkunden-Anschlüssen, ist die Bandbreits auf 1 GBit/s max. begrenzt. Durch Ethernet-Verluste werden tatsächlich ca. 970 MBit/s beim Kunden ankommen das ist korrekt. Eine Versorgung von mehr als 1 GBit/s benötigt B2B Hardware, die dann bis zu 10 GBit/s liefern kann. Dieses wird aber auch NUR bei Geschäftskunden angeboten.

10.12.2019, BBV per Email

Der ONT von BBV wird nach wie vor „Pflicht“ bleiben. Einen eigenen ONT an’s Netz anschließen ist aus technischen Gründen entweder nicht möglich, oder aus technisch/organisatorischen Gründen nicht sinnvoll. Die „Routerfreiheit“ ist hiervon nicht beeinträchtigt, denn BBV liefert nach dem ONT Netto was bestellt wurde (mit oben genannter Einschränkung bei 1000Mbit im Privatkundenbereich), und man kann ein Router-Gerät nach Wahl daran anschließen.

Ich habe hier BBV den Tipp gegeben, das Angebot dahingehend zu mindestens mit einer Fußnote zu versehen um auf den Umstand bei 1Gbit im Privatkundensegment hinzuweisen. Was daraus wird weiß ich noch nicht. Wir werden sehen.

Jüngstem BBV Feedback zufolge ist es doch möglich einen eigenen ONT an das Netz der BBV anzuschließen. Es gibt hier seitens BBV ein Spezifikationsdokument das beschreibt welche Anforderungen der ONT erfüllen muss. Otto-Normal-Kunde muss hier definitiv nicht aktiv werden. Der ONT von BBV funktioniert und erfüllt auch alle Anforderungen.
Wer es nicht lassen kann und tatsächlich einen eigenen ONT anschließen möchte: Das 15-seitige Spezifikationsdokument (das im übrigen auf April 2019 datiert ist, die BBV hat ihre Hausaufgaben gemacht) gibt es wahlweise bei der BBV oder zur Not auch bei mir auf Anfrage. Ich werde es nicth direkt online stelen, da der normale Benutzer damit ‚eh nichts anfangen kann.

Die Regelungen aus dem Tele-Kommunikations-Gesetz, dass der Kunde stand heute selbst einen ONT anschließen können darf, wird sich laufe des kommenden Jahres nach aktuellen Kenntnisstand ggf. nochmal ändern. Langfristig wird es wohl so kommen, dass der ONT mit einem „herkömlichen“ Netzwerkanschluss den Netzabschlusspunkt darstellen wird. D.h. der Kunde steckt an den ONT einen Router seiner Wahl an („Routerfreiheit“).

Frage 2:

Wird BBV hinsichtlich IPv4/IPv6 Dualstack oder DualStack-Lite anbieten?

Antwort:

Hier muss nochmal mit der Technik bei BBV rücksprache gehalten werden. Die Frage konnte so aus dem stehgreif nicht direkt beantwortet werden. Man weiß aber, dass die Geräte in der Verteilung der BBV beides können. Deshalb geht man von echten IPv4/IPv6 Dual-Stack aus. Aber wie gesagt: Es erfolgt nochmal eine Rücksprache mit den Technikern um das zu bestätigen. Die BBV bietet DualStack an.

Zum Abschluss ….

… ein herzlicher Dank an Hr. Fuchs und Hr. Maruszczyk für diesen wirklich informativen Abend. Ich finde es wirklich lobenswert so offen in den Informationsaustausch zu gehen.

… noch ein Hinweis um die Transparenz zu gewährleisten:

Ich werde nach wie vor für meine Berichterstattung von keinem bezahlt. Meine Berichterstattung erfolgt nach „bestem Wissen und Gewissen“ und entspricht – neben den Aussagen Dritter die ich hoffentlich als solche kenntlich gemacht habe – meiner persönlichen Meinung. Jeder ist angehalten sich seine eigene Meinung zu bilden und seine eigenen Entscheidungen zu treffen.
Ich wurde von der BBV zu diesen Treffen inkl. Bewirtung eingeladen.

Telekom hausiert mit „Teil-Glasfaser-Netz“

Die Telekom scheint den Braten gerochen zu haben. Ein Braten der rund 800 verlorene Haushalte groß ist. Haushalte, die mit der BBV auf Glasfaser „bis ins Haus“ setzen wollen und ihren Vertrag, sei er nun bei der Telekom oder bei einem anderen Anbieter der unter der Haube wieder Telekom-Leitungen nutzt), über kurz oder lang (je nach Dauer des Ausbaus) kündigen werden.

Und was macht jetzt die Telekom? Statt vernünftig auf den Zug aufzuspringen und ggf. mit der BBV den Ausbau gemeinsam zu organisieren, werden jetzt Telekom-Verteilerkästen am Straßenrand mit Glasfaser angebunden. Damit Rück die Verteilerstelle näher ans Haus und die Länge der Kupferleitung über die „DSL“ transportiert wird, wird kürzer. Und mit einer kürzeren Strecke erhöht sich die mögliche Geschwindigkeit. In einem mir bekannten fall wurden (statt bisher 16Mbit) nun 50 und auch 100Mbit Angeboten. Zu rund 39 bzw. 44EUR/Monat.

Wer die ganze Glasfaserargumentation aufmerksam verfolgt hat weiß es bereits: Dieses Angebot der Telekom ist bereits jetzt ein alter Hut. Denn es wird nach wie vor auf Kupfer „für die letzte Meile“ gesetzt. BBV hingegen legt Glasfaser bis ins Haus, bis kurz vor die Fritzbox.

Laut Aussagen eines Telekom-Hotline-Mitarbeiters soll z.B. das neue Baugebiet „Unter dem Linsenkuchen“ von der Telekom mit Glasfaser ausgebaut werden. Wie das dann in Zusammenhang mit der BBV stehen wird oder soll: Gute Frage. Ich werde das als Frage zum Treffen mit den BBV Leuten mitnehmen.

Alles in allem: Die Telekom scheint nach wie vor nicht bemüht zu sein den Kunden eine zukunftsfähige Technologie bis ins Haus zu legen. Es wird nach wie vor „auf Sparflamme“ ausgebaut und die Kupfer-Leitung bis ins letzte ausgereizt. Mehr wie 250Mbit sind da mit dem aktuellen Stand der Technik nicht problemlos möglich. Glasfaser hingegen ist mit einer einzigen Ader bereits 4x so schnell. Und das gleichermaßen im Upload wie im Download. Und die Ausbaupläne sehen 8-12 Fasern pro Hausanschluss vor. Also im Vollausbau-Fall 8000-12000Mbit … Das wird die nächsten 10 Jahre noch reichen. Und wenn nicht: Kommen eben neue Faser in die Leerrohre.

Die Telekom hingegen beharrt nach wie vor auf Kupfer. Kein wunder. Kostet ja Geld das zu verlegen…. Müsste man ja investieren. Ja, tun sie auch. Irgendwann. Aber nicht heute.

In diesem Sinne: Lasst euch zu nichts überreden. Schaltet den Kopf ein und informiert euch.

Countdown aktualisiert

Nach den jüngsten Auskünften von BBV soll unser Netz Ende 2020 fertig ausgebaut sein. Ob das so hinhaut… Naja, ich gehe nicht davon aus. Ich denke das wird länger dauern. Aber ich hab den Countdown auf dieser Webseite mal au den 31.12.2020 datiert. Wenn es genauere/realistische Infos gibt, dann werde ich nochmal updaten.

Schlechte Stimmung in Mönchzell?

Heute erreichte mich ein Stimmungsbild aus Mönchzell. Also da, wo der Ausbau eigentlich gerade aktiv im Gange ist.

Dem Feedback zufolge ist die Stimmung in Mönchzell nicht so gut. Offenbar stand der Ausbau Wochenlang still. BBV konnte keine direkte Auskunft geben und hat an die ausführende Baufirma verwiesen. Nach scheinbar schwieriger Kommunikation mit der Baufirma nun die Meldung: Ende 2020 sollte der Ausbau abgeschlossen sein.

Weiter wurde mir zugetragen, dass in Mönchzell die BBV bei der Bevölkerung bzw. ihren Kunden dort keinen Kompetenten Eindruck hinterlässt. Man sagt, dass bereits einige erwägen den Vertrag mit der BBV zu canceln.

Meine Meinung zu dem Thema: Die Infos die ich erhalten habe, sind bei mir als „sehr vertrauenswürdig“ eingestuft. Ich gehe nicht von Übertreibung aus. Für mich zeichnet sich deshalb ab, dass die BBV hier Fehler zu machen scheint. Fehler, die es eigentlich zu vermeiden gilt.

Aber: Keiner ist fehlerfrei. BBV ist kein Konzern der die letzten 50 Jahre nichts anderes gemacht hat als Glasfasernetze zu bauen. Und deshalb sind hier auch noch nicht alle Prozesse frei von Fehlern. Kurzum: Fehler sind menschlich, und Fehler waren und sind auch zu erwarten in so einem großen Projekt. Deshalb finde ich es auch wichtig die Fehler zu benennen und zu diskutieren. Ich möchte vor meinem Gespräch mit Vertretern der BBV jetzt nicht alles haarklein aufführen und die BBV diffamieren. Ich werde die mir zugetragenen Punkte in das Gespräch mitnehmen und schauen was sich ergibt.

Ich möchte an dieser Stelle aber noch sagen, dass Fehler nicht mit weiteren Fehlern ausgebessert werden können. Soll heißen: Nur weil etwas gerade schlecht läuft muss man nicht das Handtuch werfen und den Vertrag kündigen. Ich kann verstehen dass viele dennoch so denken mögen. Aber was wäre die Quintessenz? Bei Kupfer bleiben und auf die nächste Ausbaurunde warten? Meines Wissens steht aktuell keine weitere Firma da die bereit ist Millionen pro Ortschaft in einen Ausbau zu investieren. Kündigt man jetzt seinen Vertrag, steht man sicherlich die nächsten Jahre wieder nur mit Kupfer da. Und da der Bandbreitenhunger nicht still steht (die Webseiten wachsen ja auch…), wird man dann in die Röhre schauen.

BBV hat Investoren im Nacken. Investoren die ein Glasfasernetz investieren. Investoren die Ihr Geld dafür hinlegen. Baut die BBV nicht aus, oder bricht die BBV ihr Versprechen ggü. den Investoren, bekommt BBV auch kein Geld. Ergo: Wenn nicht seitens der Investoren gehörig was schief geht wird BBV das Netz ausbauen. Deshalb mein Tipp: Durchhalten und in Geduld üben. Ich werde schauen was ich seitens BBV für Zugeständnisse bekommen kann und euch dann wieder informieren.

Wir sammeln: Eure Fragen an die BBV

Die BBV ist an mich heran getreten und hat vorgeschlagen sich zusammen zu setzen und meine Fragen zu beantworten. Finde ich einen sehr guten Zug von der BBV. Allerdings bin ich mit BBV nun so verblieben, dass ich nicht meine Fragen, sondern EURE Fragen stelle. Den ihr habt sicher ganze andere Dinge die euch beschäftigen als ich mit meinem ggf. anderen Hintergrundwissen.

Dies ist also ein Aufruf an alle, die Fragen zur BBV, dem aktuellen Vorgehen, dem aktuellen Status oder dergleichen haben. Keine Scheu. Keine Frage ist zu dämlich, keine Frage zu uninteressant. Schickt mir eure Fragen, alle… Entweder hier als Kommentar oder auch per Email an info@glasfaserinfo-neckarbischofsheim.de

Ich sammle die Fragen und werde sie versuchen zu den TOP10 zusammen zu fassen. Dann werde ich mich mit BBV treffen und die Fragen diskutieren und Antworten einholen.

Im Nachgang werde ich dies dann wieder entsprechend veröffentlichen.
Also, her damit… Was interessiert euch? Was beschäftigt euch?

Der Zeitrahmen für diese Aktion steht im übrigen noch nicht fest. Ich mache das Abhängig von eurem Feedback….
Bitte tragt diesen Aufruf auch an alle weiter die so sehr online unterwegs sind.

Eine Sammlung der bereits eingegangenen Fragen finde ihr hier.

Oktober-Update

Es ist wieder etwas Zeit vergangen und es gibt wieder Neuigkeiten. Noch vor 5 Wochen war von der BBV fast nichts zu hören. Man versprach aber dass im Oktober – nach der Sommerpause – die ersten Neuigkeiten veröffentlich werden. Nun, es ist Oktober und BBV hat neues verkündet. Und das noch vor Oktober. Nämlich am 26.09. gab es diese News. Kernaussage: Spatenstichtermine für Waibstadt, Epfenbach und Helmstadt-Bargen stehen fest. Leider gehört Neckarbischofsheim da noch nicht dazu.

Aufgrund der schlechten Informationspolitik seitens BBV hatte ich dazu aufgerufen sich bei der BBV zu melden und Interesse bzgl. Ausbauinfos zu bekunden. Denn anders scheint es nicht möglich zu sein BBV zu mehr Transparenz zu bewegen. Verschiedene Mitbürger haben sich bei der BBV gemeldet und um Infos gebeten, und diese auch bekommen. Die Infos wurden mir zugespielt und ich versuche nun das alles etwas gebündelt weiter zu geben.

Wie im oben verlinkten Newsletter zu lesen, befindet sich der „Cluster Sinsheim“ (also das Ausbaugebiet rund um Sinsheim, zu dem wir auch gehören) nun in der Ausbauphase 2. Laut einer mir zugespielten Auskunft, gehört Neckarbischofsheim zur Ausbauphase 3. In der Auskunft ist weiter zu lesen, dass es für Neckarbischofsheim erst im Spät-Frühjahr 2020 mit dem Ausbau los gehen wird.

Für die Neckarbischofsheimer ist das enttäuschend. Waren sie doch schneller und mit mehr Vertragszusagen dabei als z.B. Waibstadt, was erst im zweiten Anlauf es gerade so geschafft hat, nach uns. Und Waibstadt ist nun in der Ausbauphase vor uns dran.

Ich sehe da nun schon die ersten fluchen und auf die BBV schimpfen. Und ich kann das durchaus nachvollziehen. Jedoch unterstelle ich BBV hier keine böswillige Absicht. Viel mehr liegt das an den Verzögerungen die aufgetreten sind. Und die sind sicherlich vielschichtig und nicht für alle Gemeinden gleich.

Aus anderen Gemeinden wurde mir die Info zugespielt, dass BBV vermeldet, dass es mit dem Zweckverband „fibernet rn“ immer wieder Nachträge gibt oder gab und dass es viel Klärungsbedarf bzgl. vorhandener Infrastruktur in den Gemeinden gibt. Wie groß die eventuell bremsenden Rolle einer Gemeinde ist kann ich nicht abschätzen. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es in Gemeinden durchaus andere Themen gibt die als wichtiger erachtet werden. Ich hoffe nur dass die jeweiligen Gemeinderäte und Co. mit Nachdruck an der Glasfaserausbau-Sache dran bleiben und damit keine Verzögerung verursachen.

Wie dem auch sei: Zur Erinnerung: Beinahe alle Nachbargemeinden (und wir auch) haben Geld in die Hand genommen um mit dem Zweckverband einen Glasfaser-Backbone aufzubauen. BBV möchte diesen Nutzen und kauft (Achtung, Mutmaßung) teile davon wohl auch auf. Das führt zu viel Klärungsbedarf, da der Zweckverband Teile die die jeweilige Gemeinde bezahlt hat, ja nicht einfach so weiter verkaufen kann.

All das beeinflusst die Planung sicherlich immens. Und sicherlich hat die BBV mit „6 Monate Planungsphase“ auch etwas zu positiv geschätzt. Nichts desto trotz ist die einhellige Meinung: Wir brauchen mehr Transparenz. Nicht in Form von Terminen die dann vielleicht doch wieder verschoben werden und damit unmut auslösen. Sondern Transparenz in Form von „Es dauer länger als Gedacht weil …“. Und über dies „es dauert länger“ kann man sicherlich regelmäßig Updates liefern.

Ein weiterer Punkt den die BBV wohl eingesehen hat: Die Webseite der BBV braucht eine Überarbeitung. Der Status auf der Seite ist nicht up2date und es hakt an einigen Ecken. Wann man das Thema angehen wird weiß ich nicht. Aber so ein Umbau ist wie so oft mit viel Arbeit und Zeitaufwand verbunden. Für mich hat das deshalb nicht die höchste Priorität. Einfach ab und an etwas mehr Infos in den sozialen Medien würde schon viel helfen.

Stillstand bei BBV?

Ich habe gerade mal wieder den aktuellen Stand auf der Webseite der BBV zum Ausbau im Cluster Sinsheim begutachtet. Wirklich viel getan hat sich nicht:

OrtVorvermartktung
Ende
PlanungAusschreibung
Tiefbau
Spaten-
Stich
TiefbauInbetrieb-
nahme
Eschelbronn31.04.201801.04.2018-
17.09.2018
18.09.2018-
02.11.2018
30.10.201819.11.2018-
Q4 2019
Q2 2019
Neidenstein06.04.201801.05.2018-
18.09.2018
18.09.2018-
02.11.2018
13.05.201915.05.2019-
Q4 2019
ab Q4 2019
Daisbach11.07.201811.07.2018-
18.09.2018
18.09.2018-
02.11.2018
11.04.201901.04.2019?
Meckesheim
+ Mönchzell
28.02.201801.05.2018-
31.10.2018
15.12.201824.04.2019
(Mönchzell)
28.05.2019
(Meckesheim)
29.04.2019
(Mönchzell)
?
Waibstadt20.07.201820.08.2018-
18.09.2018
18.09.2018???
Zuzenhausen23.03.201928.11.2018????
N’b’heim03.11.201830.10.2018-
?
????
Reichartshausen15.12.201928.11.2018-
?
????
Epfenbach20.07.201803.10.2018-
?
?10/2019???
Helmstadt-
Bargen +
Flinsbach
18.09.201803.10.2018-
?
????

Wenn ich es richtig gesehen habe, dann ist lediglich der Spatenstich für Meckesheim dazu gekommen, und ein geschätzter Termin für den Spatenstich in Epfenbach (aus dem Newsletter vom 09.08.2019 entnommen). Der Rest ist unverändert.

BBV hatte für Neckarbischofsheim 6 Monate Planungsphase prognostiziert, was einen Start der Bauphase im April 2019 bedeutet hätte. Mittlerweile sind wir im September 2019 angekommen und faktisch gibt es nichts neues. Damit sind wir nun im 11 Monat der Planungsphase, und wie ich es drehe und wende, und egal wen ich bei BBV anschreibe: Die Antwort ist immer ähnlich nichtssagend.

Die letzten Infos die wir erhalten haben war der Ausbaustart in KW32 in Meckesheim. Abschließend hieß es im Newsletter nur lapidar:

Unsere Planungen für die anderen Ausbau-Kommunen kommen ebenfalls weiter voran. Selbstverständlich halten wir Sie auch hier über die genauen Starttermine auf dem Laufenden.

Email-Newsletter BBV Rhein Neckar, 26.07.2019

Zeitlgleich hatte ich Herrn Wolfgang Ruh, seines Zeichens Geschäftsführer der BBV Vertriebs GmbH, geschrieben mit Bitte im aktuelle Infos. Geantwortet hatte Herr Manfred Maschek (Geschäftsführer Breitbandversorgung Deutschland GmbH):

Sehr geehrter Herr Christian,
 
bitte lassen Sie mich Ihre Email an Herrn Ruh beantworten.  Als generelle Aussage kann man sicher feststellen, dass zwischenzeitlich das Projekt  „Cluster Sinsheim“  sich im Rahmen der normalen Schwankungen bez. der Zeitachse befindet. 
 
1.       Wir sind in allen Gemeinden der Phase 1 bautechnisch aktiv; in den Gemeinden der Phase 2 werden wir innerhalb der nächsten Wochen anfangen. 
2.       Die Gemeinden der Phase 3 ( dazu gehört auch Neckarbischofsheim ) sollten im Oktober erste Aktivitäten sehen
3.       Die Verträge zwischen unserem Infrastruktur Fund und dem Zweckverband sind verhandelt und in den ersten Gemeinden auch schon zum Tragen gekommen.  Sobald wir vom Zweckverband die verbleibenden Informationen bez der Einzelgemeinden bekommen haben, wird der Fund dies dann auch mit den jeweiligen Gemeinen besprechen
 
Bez. unserer Pressearbeit haben Sie recht; wir waren da etwas „inaktiv“. Aber auch das wird sich ändern. Sie werden sehen, dass nach der Sommerpause die Öffentlichkeitsarbeit merklich zulegen wird.
 
Mit besten Grüßen
 
Manfred Maschek

Email Herr Maschek vom 26.07.2019

Natürlich geht es voran. Und natürlich wird man irgendwann Aktivitäten sehen. Irgendwie will BBV ja mit der ganzen Sache auch irgendwann mal Geld verdienen. Was ich nicht verstehen kann ist der Umstand, dass die prognostizierten 6 Monate Planungsphase sich jetzt beinahe verdoppelt haben, und BBV seine Öffentlichkeitsarbeit derart schleifen lässt. Es ist ja nicht so dass man wirklich über jeden Millimeterfortschritt informiert werden will, nein. Aber wenn man seine Prognose fast verdoppelt ohne tatsächliche Aussicht auf ein Ende („Aktivitäten im Oktober“ sind kein Ende), dann fängt die Stimmung bei den Kunden an zu kippen.

Ich werde regelmäßig von Mitbürgern gefragt wie der aktuelle Stand sei, und ob es bei den anderen Kommunen nicht doch schneller voran geht als bei uns. Stand heute würde ich sagen: Fortschritt = null (zumindest für uns nicht sichtbar) und schneller: Nein, nicht wirklich.

An dieser Stelle rufe ich alle Interessierten und ebenfalls von der „Nicht-Ausreichenden-Öffentlichkeitsarbeit-der-BBV-genervten“ Mitbürger auf, sich an die BBV zu wenden, und dort zu fragen. Gerne mit HInweis auf unserer Glasfaser-Info-Webseite. Es sollte ja nicht allzu schwer für die BBV sein alle 2-4 Wochen einen Facebook-Post über die Fortschritte zu publizieren. Einfach ein Lebenszeichen: „Hey, wir sind dran, es geht weiter und wir machen gerade XYZ.“

Man erreicht die BBV wie folgt:

Vielleicht merkt BBV dann, dass die Kunden zu wenig informiert sind. Aber bitte bleibt höflich und sachlich.

P.S. Ich habe eventuell Kontakt zu jemanden in Eschelbronn der gerade seine Glasfaserleitung gelegt bekommen hat. Mit etwas Glück bekomme ich Bilder und Infos und kann dann berichten wie der Ausbau im einzelnen abgelaufen ist. Stay tuned …

Erste Aktivitäten im Oktober

Es hat eine Weile und zwei E-Mails gedauert bis ich auf meine Anfrage über den aktuellen Stand von der BBV Antwort bekommen habe. Aber gestern hat sich der BBV Deutschland Geschäftsführer Manfred Maschek höchst persönlich zur Antwort gemeldet:

Die beteiligten Gemeinden sind in drei Phasen gruppiert:

Phase 1: hier ist man schon bautechnisch aktiv.

Phase 2: hier wird man in den nächsten Wochen anfangen.

Phase 3: hier sollten die betroffenen Gemeinden im Oktober die ersten Aktivitäten sehen.

Wie der interessierte Leser dieses Blogs schon vermutet: Neckarbischofsheim gehört zur Phase 3 🙁

Herr Maschek hat betont dass sich der „Cluster Sinsheim […] im Rahmen der normalen Schwankungen bez. der Zeitachse befindet.

Die Verträge mit dem Zweckverband seien verhandelt und in den ersten Gemeinden auch schon zum tragen gekommen.

Er gestand ein, das die Pressearbeit der BBV etwas „inaktiv“ war, gelobt aber Besserung nach der Sommerpause.

Alles in allem ist es erfreulich dass es voran geht. Nur leider spürbar langsamer als ursprünglich prognostiziert. Wenn die Pressearbeit nach der Sommerpause tatsächlich Fahrt aufnimmt, dann sehen wir dass zeitlich sicher wieder etwas entspannter. Mal schauen… Ich bleibe für euch dran…

Frohes schwitzen…

Vertragsumstellung 1&1 / BBV verwirrt mit SMS? [UPDATE]

Nach der Kommunalwahl ist vor Glasfaser. An dieser Stelle möchte ich ein kurzes Danke an alle die mich bei der Wahl mit einer Stimme unterstützt haben aussprechen: Danke.

Nach der Wahl ist auch nach meiner 1&1 Vertragsumstellung. Wie ich zuletzt berichtet hatte, ist es möglich bei 1&1 aus einem noch aktiven Laufzeitvertrag vorzeitig auszusteigen und auf einen Vertrag ohne Vertragslaufzeit umzustellen. Nun, gestern war es soweit: Mein 1&1 DSL50 Tarif wurde auf 1&1 DSL100 umgestellt:

Im Mai zahle ich noch den alten Tarif für 29,99€/Monat, ab Juni dann den neuen für nur noch 19,99€/Monat.

Die Umstellung lief absolut problemlos. Die Internetverbindung war nicht spürbar getrennt (alles über 5min getrennte Verbindung würde mir mein Monitoring per Email melden).

Die noch offene Frage „Leistet 1&1 auch was sie versprechen?“ kann ich nun auch beantworten: Ja, so gut wie:

Messung via www.breitbandmessung.de

100/40 Mbit/s sollten sie erbringen, 97.85/39.55 Mbit/s kommt an. Soweit eine Win-Win-Situation. Wer noch nicht gekündigt hat, dem kann ich das vorgehen wie in meinem letzten Beitrag beschrieben nur empfehlen. Zumindest wenn man weiß wie man mit der Festnetznummer von 1&1 umzugehen hat, oder diese ‚eh nicht nutzt.

Okay, soweit so gut. Nun zu einem anderen Thema:

Offenbar hat BBV heute SMS an Neckarbischofsheimer Bürger verschickt:

Liebe Kunden, die Störung ist behoben. Wir entschuldigen uns für den Ausfall und wünschen Ihnen noch einen schönen Abend. Ihre BBV Rhein-Neckar

Das verwirrende daran ist gleichzeitig auch das offensichtliche: Bei uns gibt es noch keine BBV Glasfaseranschlüsse. Demnach gibt es bei uns auch keine Störungen. Nun, es handelt sich hier sicherlich nur um einen Benachrichtigungsfehler im System.

Nun, ich werde das weiter „beobachten“ und ggf. mal Nachfragen was da schief gegangen ist. Um einen Überblick zu bekommen wie viele Benachrichtigungen falsch verschickt wurde: Hinterlasst mir doch bitte unten einen Kommentar wenn ihr auch betroffen seid.

[UPDATE 29.05.2019 07:05] Es gab wohl in einem BBV Versorgungsgebiet eine Störung. Versehentlich wurde nach der Entstörung eine Benachrichtigung per SMS an alle Kunden versendet.

Info für 1&1 „Selbstkündiger“

Für alle die ihren 1&1 DSL Vertrag selbst kündigen und auf einen monatl. kündbaren Vertrag umstellen wollen hier eine wichtige Info aus eigener Erfahrung:

Ich hatte bis dato einen 1&1 DSL Vertrag mit 50Mbit Tarif, welcher aktuell bis August 2019 gelaufen wäre. Ich hatte diesen schon sicherheitshalber vor 4 Monaten gekündigt.

Nun hab ich gesehen, dass – wenn ich mich bei 1&1 einlogge – 1&1 mir Angebote unterbreitet so dass ich bei ihnen bleibe. Logo, machen ja alle Anbieter so.

Interessant ist jetzt aber: Mein DSL Anschluss gibt eigentlich 100Mbit her. Mein Vertrag läuft aber auf 50Mbit. Zum Kündigungszeitpunkt wollte man mir keine Vertragsänderung gewähren die vom günstigen DSL50 auf den teureren DSL100 Tarif – aber ohne Vertragslaufzeit – hinauslaufen würde. Deshalb hatte ich dann so frühzeitig gekündigt.

Gerade eben habe ich aber mit 1&1 telefoniert, das Szenario kurz geschildert:

  • Gekündigt
  • Kündigung ist zum August 2019 wirksam
  • Ich hätte gerne wieder einen DSL-Tarif, aber
  • OHNE Vertragslaufzeit
  • und gerne mit 100Mbit

Die Dame am Telefon war sehr nett und hat alles feinsäuberlich erklärt:

  • Ich kann von meinen DSL50 LAUFZEIT-Vertrag für 29,99EUR/Monat, gekündigt zum August 2019
  • SOFORT wechseln auf DSL100 ohne Vertragslaufzeit und zahle ab sofort für 12 Monate nur 19,99EUR (danach 34,99). D.h, ich muss NICHT bis August warten
  • Es entstehen keine Wechselgebühren oder dergleichen. Nur der monatliche Betrag ändert sich.

Und hier der neue Vertrag:

Alles in allem eine Win-Win-Situation:

  • Ich zahle monatlich erstmal 10EUR weniger als aktuell. Ab Mai 2020 sind es dann knapp 35EUR, was sich schon an die BBV Kosen mit 40EUR annähert
  • bekomme die doppelte Geschwindigkeit, also 100 statt 50Mbit (d.h. ich kann mich schon etwas an die künftige BBV Geschwindigkeit gewöhnen)
  • Ich komme „früher“ aus meinem Laufzeit-Vertrag raus

Wer also ebenfalls ein „Selbstkündiger“ ist –> Meine Empfehlung:

  • Kündigen
  • Kurz warten und anrufen
  • Umstellen auf einen ggf. schnelleren Tarif (sofern Bedarf besteht)
  • Vorzeitig einen Vertrag ohne Mindestvertragslaufzeit absahnen

Einziges „Häkchen“: Ich habe 3 Monate Kündigungsfrist. D.h. ich kann jederzeit kündigen, aber die Kündigung wirkt sich erst in 3 Monaten ab diesem Tag aus. Das ist aber verschmerzbar. Zum einen werden wir von BBV sicherlich nicht über Nacht informiert dass zum morgigen Tag die Leitung einsatzbereit ist, und zum anderen hab ich so im allerschlimmsten Fall nur eine 3-monatige Überschneidung, sofern ich denn schnellstmöglich Glasfaser nutzen will. Andernfalls lässt man den BBV Anschluss eben mit dem Auslaufen der 3 Monate von 1&1 starten und hat so keinerlei Vertragsüberschneidung und keinerlei finanzielle Doppelbelastung.

Randnotizen:

  • Ich hab mein Festnetztelefon bei einem separaten Internet-Telefonie-Anbieter. Deshalb interessiert mich die Festnetznummer von 1&1 nicht die Bohne. Ich kann mit jedem Internetanschluss mein Festnetztelefon verwenden und bin Internetprovider-Unabhängig
  • Wer sein Festnetz aktuell bei seinem Internetanbieter hat, dem rate ich Kontakt mit der Firma Abicos aufzunehmen um eine reibungslose Übernahme der Telefonnummer zu gewährleisten. Abicos kümmert sich um alles.

Viele Grüße,

Alex