Fast 5 Monate 2022… Wo stehen wir aktuell?

Wir erinnern uns leidlich an die Hoffnung, dass die ersten noch Ende 2021 hätten online gehen sollen. Naja, eigentlich war klar dass auch dieses Ziel der BBV noch zu hoch gesteckt ist. Die Erfahrung zeigt, dass die einzige vorhersage die tatsächlich eintreffen wird die ist, dass BBV den Termin nicht halten kann. Für BBV tut’s mir leid dass dies seit Ende 2018 für die Neckarbischofsheimer ein Dauerläufer ist. Und für die Neckarbischofsheimer tut’s mir leid, dass sie immer wieder Termine genannt bekommen, die dann doch zum scheitern verurteilt sind.

Nun gut, es ist wie es ist. Aber wo stehen wir denn aktuell? Wann gehen die ersten mittels „Licht“ online? Das ist noch einiges mehr habe ich per Email die BBV gefragt. Die Email war „bildschirmfüllend“. Und ich hatte Mühe sachlich zu bleiben.

Auslöser der Email war unter anderem der Fortschritt im Ort und die erneut schlechte Informationslage. Die letzten Wochen und Monate hat sich tatsächlich einiges getan. Aus Helmhof hört man (Sorry, da bin ich leider zu wenig selbst unterwegs) dass hier wohl viel gebaut wird. Und in Neckarbischofsheim selbst sieht man immer mehr Gehwege die frisch eingesandet sind, und Straßen die von Gräben durchzogen sind.

Eigentlich ein gutes Zeichen. Aber mich erreichen auch immer wieder und immer mehr Meldungen, dass wohl „nicht zu Ende“ gebaut wurde oder wird. Oder zumindest dass man Angst hat „vergessen zu werden“.

Vom Eichertstal kenne ich es bis dato so, dass häufig erst die „große Leitung“ an einer Straßenseite gelegt wird. Die Häuser die auf der Seite angrenzen werden direkt angeschlossen. Dann wurde häufig der Graben wieder verfüllt und die erste (aber nicht finale) Schicht Asphalt eingebaut. Teils Tage oder auch Wochen später kommt der Trupp erneut und stellt die Verbindung quer über die Straße zur andere Straßenseite her. Der Grund warum nicht gleich die finale Asphalt-Decke eingebaut wird hat man damit begründet, dass beim Einblasen noch Fehler entdeckt werden können und man dann nochmal auf machen müsse. Da wäre es einfacher nicht schon alles fix und fertig zu zu haben.

Mittlerweile scheint das Konzept nicht mehr ganz Anwendung zu finden. Wie ich höre, wird in Teilen schon alles wieder final verschlossen, ohne dass die eigentliche Glasfaser eingeblasen wurde.

Größenvergleich: Links: USB-C Stecker; Rechts: Glasfaser Kabel mit 12 Adern.
Das schwarze Glasfaserkabel wird per Druckluft vom Verteilerkasten bis in die Häuser eingeblasen. Haus für Haus. Hier: Verteilerkasten Bahnübergang Weinberg.

Was aber schlimmer zu sein scheint: Es gibt Ecken, da hört man einfach auf mit dem Verlegen der Leerrohrbündel. Ein Beispiel ist Rosenstraße die an die SInsheimerstraße angrenzt. Hier hat man etwa 1/3 gelegt. Die restlichen 2/3, bei denen es noch mind. 4 Kunden mit teils schon gelegten Hausanschlüssen gibt, wird laut der Arbeiter vor Ort nicht gelegt: „Auftrag geht nur bis hier und nicht weiter. Müssen wir klären.“

Und nicht dass das ernüchtern und schockierend genug ist für die Anwohner. Die Info-Zettel die man im Briefkasten erhalten hat und der über den Ausbau informiert, hat noch Ansprechpartner aufgeführt, die entweder gar nicht mehr existieren (die Bautrupps wechseln ja ständig), oder deren Nummer nicht mehr gültig ist.

Im BBV Büro in Waibstadt kann man wohl nicht mehr anrufen. Wurde offenbar geschlossen und nach Neidenstein verlegt. Aber dort bekommt man auch keine Auskunft. Es wird nur ein „Support Ticket“ angelegt, welches vermutlich im Nirvana verschwindet (deckt sich bisher mit mir vorliegenden Erfahrungen aus Meckesheim/Mönchzell vor 1-2 Jahren).

Die Stimmung ist zunehmend schlecht. Und die BBV schafft es nicht mal Ansatzweise zu informieren. Vielleicht gibt es regelmäßig Absprachen mit der Stadt. Vielleicht. Aber „nach außen“ scheint da nichts zu dringen.

Stattdessen erfahre selbst ich über mehrere Ecken, dass BBV Rhein-Neckar wohl in der Marke „Toni“ aufgegangen ist. Toni ist die „Marke“ mit der BBV im Neckar-Odenwaldkreis und anderswo aufgetreten ist. Das hat zur Folge, dass die Webseite in der bisherigen Form nicht mehr existiert und jetzt alles bei „Toni“ zu finden ist. Oder auch nicht.

Aktuelle BBV Webseite mit der Marke „Toni“

Man findet die Webseite mit unserem Ausbaugebiet unter diesem Link.

Dort sind auch neue Kontaktdaten, Rufnummern und Emailadressen zu lesen. Hätte BBV hierzu nicht eine Pressemitteilung per Newsletter oder Info an die Gemeinde, oder Info im Nachrichtenblatt raus geben können? Aus meiner Sicht ist das ein wenig „fragwürdig“ in der Vorgehensweise. Weiß man doch bei BBV ganz genau, dass nicht alles Reibungsfrei läuft und hier und da Kunden anrufen und Auskunft haben wollen. Und dann steht da auf einmal nicht mehr „BBV“ sondern „Toni“. Wobei es zudem vor einiger Zeit noch hieß: „Nein nein… Toni ist für die anderen Ausbaukreise, nicht für den Kreis Sinsheim/Rhein-Neckar“. Proaktive Kommunikation seitens der BBV? Fehleanzeige. Setzen. 6.

Mein permanenter Appell und Wunsch an die BBV war und ist: mind. 1x/Monat eine kurze Mitteilung raus schicken. An die Presse, an die Gemeinde, an mich, oder sogar per Newsletter für alle die es interessiert… Aber irgendwie scheint das zu viel verlangt zu sein. Keiner erwartet einen Seitenlangen Roman (wie ich es hier teils fabriziere). Aber ein regelmäßiges „Hallo, wir leben noch und sind gerade an ABC dran und als nächsten kommt DEF dran“ würde sicherlich genügen.

Nun, lange Rede kurzer Sinn: Meine Email an die BBV wurde vom Pressesprecher kurz und bündig beantwortet: Meine Fragen wurden intern weitergeleitet, am 18.05. gab es wohl ein Treffen zwischen BBV und Bürgermeister, und, es gibt einen BBV Mitarbeiter, seines Zeichens „Projektleiter Netzbau“ der bei uns im Ort wohnt.
Ich werde mal schauen dass ich mit ihm Kontakt aufnehme. Vielleicht bekommen wir auf diesem Weg regelmäßige Infos über den Stand der Dinge.

In diesem Sinne, wie immer: Stay tuned… Ich bleibe dran.

Ein Gedanke zu „Fast 5 Monate 2022… Wo stehen wir aktuell?

  1. MaS

    Das Rebranding auf Toni und das damit verbundene plötzliche Ende der Nachvermarktung traf mich auch unerwartet. Aber immerhin bot man mir noch kulanter Weise zum reduzierten Tarif einen Vertrag an.
    Mein Haus wurde aber leider auch „vergessen“ – der Rest der Straße wurde dem Augenschein nach fertig gestellt und der Bautrupp zog weiter. Laut Auskunft des örtlichen Bauleiters, den ich nach hartnäckiger Intervention ans Telefon bekam, lag der Fehler wohl bei der BBV, die angeblich vergessen hätte, den Auftrag für den Hausanschluss an den Bautrupp weiter zu leiten… man würde sich nun kümmern… Seitdem Funkstille… 🙁 Ganz zu schweigen von einem konkreten Termin für die Konnektierung!

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