fibernet vs. BBV

Na, wo sind die aufmerksamen RNZ Leser unter uns? Ich muss zugeben, ich hab’s eben erst gelesen. Aber ich hab’s immerhin gelesen. Von was ich rede? Dieser Artikel hier:

Glasfaser-Zoff im Kraichgau: Benutzt BBV die Rohre von „Fibernet“ unerlaubt?https://www.rnz.de/nachrichten/sinsheim_artikel,-glasfaser-zoff-im-kraichgau-benutzt-bbv-die-rohre-von-fibernet-unerlaubt-_arid,698410.html

Meine persönliche Meinung zu dem Thema: Wenn man keine Ahnung hat, wo man überall Glasfaser-Leerrohr-Infrastruktur verbaut hat, dann sollte man den Mund nicht so voll nehmen. Es ist doch mehr als einleuchtend, dass man, wenn man Rohre verlegt,

  • zum einen wissen sollte wo man das Erdreich umgräbt und
  • hinterher noch wissen wo man gegraben hat und was man da rein gelegt hat.

Wie kann man da 3 Jahre in der Dokumentation hinterher hinken? Aufgrund welcher Planungsdaten haben denn die Tiefbauunternehmen für den Zweckverband gegraben? Stand da einer morgens auf der Baustelle und hat gesagt: „Heute grabt ihr von hier nach da“ und hat die Strecke mit dem Finger demonstriert?!

Nun. Welche Rolle spielt nun BBV in der Sache? Ich möchte hier nicht direkt Partei ergreifen. Aber wenn es keine vernünftigen Pläne gibt, ist es schwer das richtige Rohr zu erwischen.

Shit happens, always!

Und letztendlich: Fehler passieren. Sowohl bei der BBV als auch bei fibernet. Aber dann sollte man sich an einen Tisch setzen und die Probleme lösen. Wieso muss das über die Presse ausgefochten werden? Wieso kann ein Zweckverband da nicht einfach anrufen und sagen: „Hey, BBV, ihr habt da wohl Mist gebaut.“. Und wenn das nicht klappt: geht halt zum Anwalt. Ich kann mir nicht vorstellen dass es über die Presse besser oder schneller geklärt wird. Es passiert nur eines: Es gibt mehr Negativpresse.

Eine Aussage im RNZ Artikel ist mir aber besonders Widersprüchlich:

Die RNZ schreibt bzgl. Hr. Thomas Heusel vom Zweckverband:

Im Vertrag, der für die Gemeinde Eschelbronn verfasst wurde, sei der BBV nur die Nutzung beziehungsweise der Kauf der Leerrohre gestattet worden, die nicht zur Backbone-Leitung gehören. Das sei „ganz klar definiert“. „Die Backbone-Leitungen können wir nicht verkaufen“, stellt Heusel klar. „Wir brauchen das selber noch.“

rnz.de/nachrichten/sinsheim_artikel,-glasfaser-zoff-im-kraichgau-benutzt-bbv-die-rohre-von-fibernet-unerlaubt-_arid,698410.html

Okay. Der Zweckverband braucht das selbst noch. Also für „eigene Zwecke“, also „Eigenbedarf“. Einleuchtend. Bis hier hin zumindest. Bereits im nächsten Satz des RNZ Artikel heißt es weiter:

Die Backbone-Leitungen verfügen über drei Rohre: Eines für das Haupt-Glasfaserkabel und zwei leere Rohre, die als Reserve beziehungsweise zum Verkauf oder für die Vermietung „zurückgehalten“ werden, erklärt Heusel. 

rnz.de/nachrichten/sinsheim_artikel,-glasfaser-zoff-im-kraichgau-benutzt-bbv-die-rohre-von-fibernet-unerlaubt-_arid,698410.html

Ja was denn nun… Im Backbone-Leerrohr gibt es zwei „freie“ Leerrohre.. Also reserviert für „künftiges“, zum Verkauf oder zur Vermietung… Kommt nur mir das seltsam vor? BBV wollte doch schon die ganze Zeit die fibernet Infrastruktur benutzen. Wenn der Zweckverband diese zwei freuen Leerrohre nun verkaufen oder vermieten möchte, und BBV dies kaufen oder mieten möchte… Wo ist dann das Problem?

Ein Schelm wer böses dabei denkt…. Ich seh’s schon kommen. Die BBV muss bis Jahresende fertig werden und beginnt bestehende Infrastruktur zu überbauen, weil der Zweckverband Verkaufen oder Vermieten möchte, aber nicht an die BBV…

Dann hat unsere Gemeinde einen 6-stelligen Betrag für eine Backbone-Infrastruktur ausgegeben, von der vermutlich keiner so genau weiß wo die exakt liegt und was da genau im Boden liegt, und BBV hat parallel dazu, im gleichen Graben nachträglich eigene Leitungen liegen.

Das wäre gelinde gesagt „dämlich“. Denn wenn BBV die Infrastruktur von fibernet kaufen kann, dann bekommt wohl die Gemeinde die frühere Investition zurück (gehört ja dann der BBV und nicht mehr der Gemeinde). Kann die BBV nicht kaufen, bekommt man auch nix zurück und BBV überbaut. Kurzum: In diesem Fall würde ein 6-stelliger Betrag „versenkt“ werden.

Ich hoffe das geht gut aus.

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