Neues zum Spatenstich

Bevor ich hier geich loslege, muss ich eins vorweg noch los werden:

Ich finde es bemerkenswert, dass sich ein Unternehmen wie die BBV Zeit nimmt auf die Fragen eines Privatmanns (denn nichts anderes bin ich hier) einzugehen, und sich mit mehreren Emails und Rückrufen darum kümmert, Fragen und Themen zu beantworten. Selbstverständlich ist dies sicherlich nicht. An dieser Stelle ein Herzliches Danke an alle auf seiten der BBV die mir gerne und bereitwillig Auskunft geben damit ich euch auf dem laufenden halten kann. Danke.

So, jetzt aber zu den „Good News“. Ich habe heute Abend mit Hr. Fuchs (Pressesprecher BBV) telefoniert, bzw. er sich sich bei mit telefonisch gemeldet. Die schnellen Fakten (ich hoffe ich hab in der Eile alles korrekt notieren können):

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Spatenstich steht bevor?

Wie man der RNZ im März entnehmen konnte, hat die BBV den Spatenstich für unseren Ort für „am 01.05 soll’s losgehen“ geplant.

Nun, das wäre stand heute dann morgen der Fall 😉 Aber geht’s denn nun schon sicher los? Wie man hört weiß man im Rathaus wohl noch nichts.

Zeit für eine erneute Email-Kontaktaufnahme mit Hr. Fuchs und Hr. Maruszczyk. Ist ja schließlich schon ne ganze Weile her.

Es hat keine 40min gedauert, schon hatte ich einen Anruf auf dem AB (konnte leider nicht ran gehen). Es hat sich Hr. Fuchs gemeldet. Quasi der Pressesprecher bei der BBV.

Kernaussagen seiner Sprachnachricht:

  • Es soll im Mai los gehen
  • BBV rechnet damit dass Helmhof und Untergimpern entgegen der Aussagen vom März, ebenfalls dieses Jahr ausgebaut und fertig werden
  • Spatenstich: Zu Corona-Zeiten etwas schwierig. In einem anderen Ort hat man wohl den Spatenstich „gestellt“. Der Bauleiter ist diese Woche wohl noch im Urlaub und der Kontakt ins Rathaus ist offenbar aktuell etwas still geworden.

Er will sich bei mir nochmal melden. Dann werde ich versuchen direkt mit ihm sprechen zu können. Vielleicht bekomme ich ja zumindest einen Start-Termin für die ersten Bagger. Einen „pressetauglichen Spatenstich“ brauchen wir sicher nicht. Wäre nett, aber am Ende zählt das Ergebnis.

Was die „Machbarkeit“ anbelangt: Ich weiß selbst nicht ob’s klappt. Aber bis Weihnachten sind es jetzt gerade noch:

https://www.timeanddate.de/countdown/weihnachten

Wenn BBV die Truppe aus 130 Arbeitern tatsächlich wie von der RNZ berichtet verdoppelt, lässt sich in den knapp 8 Monaten bis Weihnachten sicherlich noch einiges bewerkstelligen. Und sind wir mal ehrlich: Selbst wenn bis Weihnachten nur 50% fertig sind… Stört uns das? Jetzt haben wir so lange gewartet, eine Alternative ist nach wie vor nicht in Sicht… Da kommt’s dann auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht drauf an. Was ich aber dieses Jahr persönlich definitiv noch sehen will: Den ersten BBV Kunden aus unseren Reihen der mit FTTH online geht. Und das sollte durchaus machbar sein. Sonst fall‘ ich endgültig vom Glauben ab.

Und ist erstmal der erste aktiv geschaltet, folgen die anderen quasi automatisch.

Ich halte euch auf dem laufenden… Versprochen. Auch wenn ich langsam aber sicher erwarten würde dass man aus dem Rathaus zu diesen Themen auch News zu hören bekommt.

P.S. Ich hab die beiden Countdown verändert. Fertigstellung habi ch mal auf Weihnachten gelegt. Das war ja die Aussage die wir bei der Gemeinderatsitzung bekommen haben von Hr. Maruszczyk. Und „Spatenstich“ also Baubeginn hab ich aufgrund der ungenauen Aussage „beginn im Mai“ mal auf Mitte Mai gelegt.

Stand der Dinge 04/2021

Ich hab lange nichts mehr von mir hören lassen. Aber es ist mal wieder Zeit aufzuklären….

Die letzten Tage erreichen mich Mails aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, Fragen aus unserem Cluster Sinsheim und mehr.

Der allgemeine Ton in den Anfragen ist bespickt mit Skepsis… Kann ich durchaus verstehen. Aber von vorne:

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BBV stand Rede und Antwort in der Gemeinderatsitzung am 08.12.2020

Herr Maruszczyk, seines Zeichens Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei der BBV, wurde zur Gemeinderatsitzung eingeladen um dem Gemeinderat Rede und Anwort zu stehen was den aktuellen Ausbau in unserer Gemeinde mit Helmhof und Untergimpern betrifft.

Er begann mit einen kleinen Vorwort zur aktuellen Lage.

Wie Herr Seidelmann einführend betonte, geht es nicht um Schuldzuschreibungen und dergleichen, sondern um den tatsächlichen Stand der Dinge und den Ausblick hinsichtlich Fertigstellung.

Herr Maruszczyk betonte auch nochmal, dass man keine Schuldzuschreibungen machen möchte. Fakt wäre aber: BBV startet im Januar mit neuen Tiefbaumannschaften, die sie schon länger in petto haben, aber bisher Aufgrund von vertraglichen Bedingungen mit dem ehemaligen Generalunternehmen nicht einsetzen durften. Man müsste sich hier an vertragliche Gegebenheiten halten. Bisher. Denn mit dem nun weggefallenen Generalunternehmer, sei die Situation nun anders.

BBV plant – die Betonung lag eindeutig auf planen – im Januar, nach der Frostperiode – die hoffentlich nicht zu heftig wird – mit dem Tiefbau verstärkt, also mit mehr Arbeitern, weiter zu machen.

Neckarbischofsheim sei nun mal in der Phase 3, also der letzten Phase des Ausbauplans für den gesamten Cluster Sinsheim.

„Hier werden wir spätestens im Sommer, also quasi zu Q3 [Anm.d.Redaktion: 2021], mit dem Tiefbau beginnen. So ist der Plan.“

Arno Maruszczyk, 08.12.2020, Gemeinderatsitzung Neckarbischofsheim

Damit war seine Vorrede beendet und er bat um Fragen die er dann beantworten möchte. Herr Seidelmann erwähnte, dass die Zuschauer an der Fragerunde nicht partizipieren würden, sondern der Gemeinderat stellvertretend die Fragen stellen wird, welche vorab durch einen Aufruf an die Gemeinderäte herangetragen und gesammelt wurden.

Gemeinderat Michael Krieger stellte klar, dass wenn von Neckarbischofsheim gesprochen wird, auch Helmhof und Untergimpern mit gemeint sein sollte und wollte wissen, wie die Aussichten seien, dass es hier zu sehr wenig Verzögerungen kommen wird was den Ausbau angeht.

Herr Maruszczyk verstand die Frage nicht und Michael Krieger konkretisierte: Wird in der Hauptgemeinde und den Ortsteilen gleichzeitig begonnen?

Die Anwort von BBV:

Spechbach, Neckarbischofsheim, Helmstadt/Bargen sind in Phase 3 im Cluster Sinsheim dran. Man wird in allen Gemeinden und auch deren Ortsteilen gleichzeitig starten. Der Ausbau orientiere sich aber immer am Backbone. Sprich: Es wird dem Backbone entlang ausgebaut und dann sternförmig weiter verteilt um die Kunden möglichst schnell anschließen zu können. Man wolle nicht erst die ganze Gemeinde fertig stellen und dann die Kunden aufschalten. Es wird „Kabelverzweigerweise“ entlang des Backbones ausgebaut. Kurz gesagt: Man wird möglichst parallel alle Ortschaften und Ortsteile ausbauen

Hans Peter Jellinek erfragte, wie man sich den Ausbau vorstellen könne. Wird beispielsweise am einen Ortsende begonnen und bis zum anderen durch gearbeitet? Oder wird mitten drin begonnen?

„Es finden sich natürlich amtliche Vorgaben aufgrund dessen, dass wir auch die bereits geförderte und auch zum Teil gebaute Backbone Infrastruktur des Zweckverbandes nutzen wollen und auch werden. Und wenn wir das nicht müssten, wären wir auch schon lange fertig, um das auch offen und ganz ehrlich zu sagen.“

Arno Maruszczyk, 08.12.2020, Gemeinderatsitzung Neckarbischofsheim

Man werde sich nach den Übergabepunkten, den Kabelverzweigern und den sogenannten PoPs richten, welche der Zweckverband schon zum Teil errichtet hat. D.h. es wird nicht zwingend von Ortseingang zu Ortseingang gebaut, sonder hier und da auch mitten im Ort. Es wird aber dem Tiefbauer überlassen den genauen Ablauf zu planen.

Die nächste Frage die aus dem Gemeinderat kam, bezog sich auf die Mannschaftsstärke bei den Tiefbauern. Wurde dieses nun verstärkt oder wie ist da der aktuelle Stand?

Um die Frage zu beantworten musste Herr Maruszczyk ein wenig ausholen: Als sie vor rund 2 Jahren begonnen haben, war der Tiefbau-Markt quasi komplett leer gefegt. Die Firmen hatten Verträge mit Vodafone, Telekom etc… Damit waren die Firmen entsprechend unter Vertrag, quasi „exklusiv“.

Die Tatsache, dass die BBV mittlerweile einen neuen Investor hat, bringt nun mit, dass BBV finanziell viel „umfangreicher“ aufgestellt ist als am Anfang. Damit sind die nun deutlich attraktiver für die Tiefbaufirmen, so dass die Tiefbaufirmen mittlerweile auf die BBV zugehen statt wie bisher umgekehrt. Die BBV hat damit den Luxus ggü. den Tiefbauern, dass in den nächsten 5-6 Jahren stabil und viel gebaut wird.
BBV ist nicht nur in Baden Württemberg, sondern mittlerweile auch in Thüringen aktiv. BBV spricht aktuell mit 12 (!) Tiefbaufirmen. Man ist nun mit 6 der Firmen mit den entsprechenden Kapazitäten in die engere Wahl gegangen. Kurzum: Die Kapazitäten sind mittlerweile sehr viel höher. Herr Maruszczyk sprach von ca. 4x höher als bisher.

Gemeinderat Tilo Freund erfragt, ob die Tiefbauer nun schon unter Vertrag seien, was Herr Maruszczyk bejahte. Man hat auch ein Teil der Truppe (bisher aus Rumänien und Litauen) des insolvent gegangenen Generalunternehmers übernommen. Man habe sich für Teile der rumänischen Truppe ausgesprochen.

Weiter erfragte Tilo Freund: Wenn in Q3 gestartet wird: Wann ist der Ausbau fertig?

Herr Maruszczyk meinte, unter normalen Umständen sollte der Ausbau bis zum Herbst fertig sein, also etwa Mitte September. Der Ausbau sollte hier also rund 12 Wochen dauern.

Tilo Freund hakte nach: Hat das auch anderswo schon so schnell funktioniert? Gibt es hier quasi verlässliche Erfahrungswerte?

Beantwortet wurde dies mit einem JA. Es würde teilweise sogar noch schneller von statten gehen, wenn man keine Bestandsinfrastruktur hätte die man berücksichtigen würde.

Allerdings könnte es anderweitige unvorhergesehene Dinge geben die den Ausbau bremsen. Als Bespiel wurde schadstoffbelastete Erde genannt. In Nachbargemeinden wären Vorkommen von natürlichem Arsen in den Baugruben gefunden worden, was nicht wieder 1:1 eingebaut werden darf. Hier müsse beispielsweise der Erdaushub durch saubere Erde ersetzt werden. Unvorhergesehene Dinge wären nicht planbar, und 2 Wochen hin oder her… Darüber sollte man nicht streiten.

Anmerkung der Redaktion:

Wenn man Mitte September fertig sein will, also etwa ende KW37, und der Ausbau etwa 12 Wochen dauer, dann müsste in KW26, also etwa 28.06.2020 begonnen werden.

Herr Maruszczyk führt weiter aus, dass man fertig werden müsse. Der Druck wächst und unser Nachbarlandkreis (Anm.d.Red: der Neckar-Odenwald-Kreis war hier offensichtlich gemeint) muss auch mit dem Tiefbau beginnen. Der Zeitplan ist ist jetzt schon durcheinander, deshalb muss man hier anfangen und fertig werden.

Tilo Freund wollte dann noch wissen ob es nun bei der aktuellen Ausbaureihenfolge bleibt oder ob da ggf. noch eine andere Partei dazwischen geschoben wird. Bspw. der andere Landkreis.

Die Antwort hierauf war recht eindeutig: Die einzelnen Cluster und Kreise werden, sofern es die vertragliche Situation zulässt ggf. auch gleichzeitig mit uns ausbauen, was aber kein Zeichen von „dazwischengeschobene andere Gemeinde“ sei. Die vertraglichen Gegebenheiten und auch die Sachlage mit bestehender Infrastruktur sei hier eine andere.

Herr Seidelmann meldet sich dann auch zu Wort und wollte wissen: Etwa 3. Quartal 2021, mit nur ein paar Wochen ausbau… Und dann ist die BBV tatsächlich fertig? Er habe erst kürzlich mit einem Kollegen von Herrn Maruszczyk telefoniert und dort die Aussage bekommen, der Ausbau würde ein Jahr dauern. Es wäre doch schon ein Unterschied ob der Ausbau nun wenige Wochen dauert oder ein ganzes Jahr?

Herr Maruszczyk führte aus: Die etwa 12 Wochen beziehen sich auf den Standardausbau, also die (Kunden-)Verträge die man jetzt schon hat. Also nicht der Ausbau in der Straße, sondern tatsächlich Hausanschlüsse. Aber, es kommt nach dem Standardausbau immer noch zu Neuverträgen. Er nannte Bretten als Beispiel. Hier seien heute noch 350 Hausanschlüsse nachträglich herzustellen. Man würde dies „Nachverdichtung“ nennen. Solche „Nachverdichtungen“ werden gesammelt. Es rollt nicht für jeden einzeln ein Bagger an, man sammle eine gewisse Anzahl an Nachzüglern und baue diese dann zusammen aus. Dieses Sammeln dauert in der Regel 2-3 Monate.

Man hätte also so keine 100%ige Anschlussquote. Anders würde es z.B. in Daisbach aussehen. Hier gäbe es die 100% Quote. Da ist der Ausbau fertig, da kommen keine Bautrupps mehr. Die Aussage von einem Jahr Ausbau, bezieht sich auf den vrsl. Abschluss dieser Nachverdichtung. Meist ist man in so einem Fall dann bei 70% Anschlussquote.

Herr Seidelman hakte nach: Bis Weihnachten 2021 sei der Ausbau der Verträge die heute schon existieren fertig?

BBV bejahte mit „davon gehen wir aus“. BBV hätte Vorgaben. Man müsse 180.000, normalerweise eher 250.000 Hausanschlüsse in den nächsten 4-5 Jahren herstellen. Das wäre das SOLL. BBV hat deshalb gar kein Interesse an Verzögerungen.

Eine weitere Frage von Herr Seidelmann bezog sich auf die Heidäcker und auch Schwarzbachsiedlung: Wie sieht es hier nun mit dem Ausbau aus?

Details konnte Herr Maruszczyk nicht genau nennen und verwies auf die Planer. Aber weit außen liegende Anschlüsse hätten teils keine Rentabilität. Auch wenn man in der regel alles erschließen möchte: Die Erschließungskosten stünden manchmal in keinen Verhältnis zum Business-Case. Da wo es nicht geht, sucht man teils Lösungen über Kooperationen mit den Gemeinden, Stadtwerken aber auch Anwohnern. Teils werden doch noch Leerrohre gefunden, teils engagieren sich die Bürger und stellen die Leerrohr-Trasse in Eigenleistung her. Entlegene und schwierige Anschlüsse sind immer ein eigenes Projekt das man gesondert betrachten müsse. Teils kommt es bei den Leuten an, man wolle sie nicht anschließen. Aber letzten Endes könne man immer gemeinsam nach einer Lösung suchen.

Schwarzbachsiedlung und Bernau seit an sich der Worst-Case vom Worst-Case vom Worst-Case: Große Kreuzung mit Unterführung, die Bahnlinie und noch der Schwarzbach. Das würde ein Vermögen kosten und wäre der Albtraum eines jeden Tiefbauers. Die Kosten würde man in 100 Jahre nicht wieder rein bekommen.

Abschließend äußerte Herr Seidelmann den Wunsch dass man als Kommune ein wenig mehr Kommunikation abbekommt als bisher. Nicht nur ungefähre Zahlen, sondern auf den Tag genaue Daten, so dass man z.B. auch die Anwohner rechtzeitig informieren kann wann und wo die Bagger anrollen und es ggf. zu Einschränkungen kommt. Der Informationsfluss sei ihm in der Vergangenheit definitiv zu wenig gewesen.

Herr Maruszczyk gelobte hier Besserung, vor allem durch die neuen Tiefbauer. Bürger würden früh genug informiert werden. Dies wurde in der Vergangenheit durch die BBV auch rechtzeitig angestoßen, aber durch den damaligen Generalunternehmer nicht korrekt durchgeführt., was zu viel Ärger geführt hat. Nicht nur Ärger bei den Bürgern, sondern auch bei der BBV.
Die Bürger würden eigentlich mind. 2 Wochen vor Baubeginn bescheid bekommen.

Der letzte Einwurf von Herr Seidelmann bezog sich auf den Stand der Technik. Alles was aktuell angeboten werden würde wären ja 100Mbit und mehr gäbe es wohl für Privatpersonen aktuell nicht.

Herr Maruszczyk erwiederte, dass 100Mbit das kleinste sei, was BBV aktuell anbietet. Es gibt durchaus mehr, auch für Privatpersonen. Man können auch 1Gigabit, also 1000Mbit liefern. Auch hier für Privatpersonen.

Anmerkung der Redaktion:

BBV hat schon früh (vor vielen Monaten) gesagt, man würde mit 100Mbit als kleinstes Paket starten, hatte aber auch hier schon größere Pakete im Angebot. 1000Mbit könne man ohne weiteres liefern, aber solange kein Bedarf und nachfrage besteht, macht es wenig Sinn überdimensionierte Pakete anzubieten.
Technik sind meines Wissens die Fasern die man ins Haus bekommt mit maximal 1000Mbit aussteuerbar. Und je nach Hausanschluss bekommt man 8-12 Fasern, so BBV damals, ins Haus. Dies entspricht einer Kapazität von 8.000-12.000Mbit, oder 8-12 Gigabit. Und sollte dies in Zukunft nicht reichen: Die Fasern liegen in Leerrohren und können ohne allzugroßen Aufwand (offenbar ohne Bager) getauscht/erweitert werden. Damit sind wir zukunftssicher aufgestellt.

Rätselhafte AGB der BBV

Ich wurde von einem Bekannten darauf aufmerksam gemacht, dass die aktuellen AGBs der BBV einen Passus beinhalten, welcher unter den aktuellen Umständen mehr als fragwürdig erscheint:

Screenshot BBV AGB Stand 05.02.2019

Als Kunde bin ich bis zu 24 Monate an mein Angebot „mit BBV einen Glasfaseranschluss in Betrieb zu nehmen“ gebunden. Ich kann also nicht einfach nach 12 Monaten Wartezeit kommen und sagen: „BBV kann mir gestohlen bleiben, dauert mir zu lange, ich bin raus“.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist: BBV kann sich nicht sicher sein, dass die Kunden nach 24 Monaten Wartezeit noch Interesse haben. Und damit stellt sich die Frage: Wie sieht BBV’s Investor die Lage wenn der Ausbau >24 Monate in Anspruch nimmt und die Kunden ihre „Bindung“ an den Vertrag verlieren und keine Lust mehr haben? Die Zusicherung durch die Vorvermarktung geht also nach 24 Monaten weitgehend verloren.

Die für uns gültige AGB dürfte sicherlich in den allermeisten Fällen einen Stand von 2014 haben (zumindest hängt so eine dem von BBV 2018 ausgegebenen Anträgen an). dort gibt es diesen Passus noch nicht:

BBV AGB Stand 2014

Das heißt für uns: Solange die BBV uns keine Auftragsbestätigung (nicht verwechseln mit „Eingangsbestätigung“) zukommen lässt oder die Leistung (=einen ausgebauten und funktionierenden Glasfaseranschluss) nicht erbringt, ist der Vertrag in der Schwebe. Hier ist es noch riskanter für den Investor, da quasi jederzeit die Kunden abspringen können.

Was ich hier nun nicht lostreten möchte ist, dass nun massenhaft vom „Angebot auf Abschluss einen Vertrages mit der BBV“ zurückgetreten wird. Das wäre definitiv falsch. Aber die Frage die man sich stellen darf: Welche Sicherheit hat der Investor mit unseren AGBs und wie will BBV es bewerkstelligen dass selbst mit den neuen AGBs die Anschlüsse binnen 24 Monaten fertiggestellt werden so dass die Kunden nicht vorzeitig abspringen können und die Vorvermarktung dann mehr als ein schlechter Scherz da steht…

Es bleibt abzuwarten wie es weiter geht. Fakt ist: Der Ausbau kostet Geld. Dies fällt weder vom Himmel, noch kann die Stadt den Betrag aufbringen. Auch der Zweckverband fibernet.rn hat nichts zu verschenken. Fördergelder scheint es aktuell wohl erst dann zu geben, wenn der schnellste verfügbare Internetanschluss unter 30Mbit liegt. Und das ist in unserer Gemeinde nicht der Fall. Der schnellste mir bekannte Anschluss liegt bei um 150Mbit über DSL mit Vectoring.

Wer mehr zu dem Thema Fördergelder weiß, darf dies gerne mitteilen.

Zeit für einen kritischen Blick hinter die Kulissen

Weitere Monate sind vergangen in denen sich nichts getan hat. Unser neuer Bürgermeister hat mittlerweile auch versucht einen aktuellen Stand der BBV zu entlocken. Ergebnis: Quasi das gleiche das ich bereits recherchiert hatte, vor 2-3 Monaten schon: Spatenstich im April 2021, Ausbau-Ende ca. ein Jahr später.

Die Situation ist keineswegs befriedigend. Die vollmundigen Versprechen seitens BBV die schon zu beginn an gemacht wurden, wurden nicht eingehalten. Es wird also Zeit etwas weiter über den Tellerrand zu schauen: Was macht die BBV denn außerhalb unseres „Cluster Sinsheim“?

Die BBV hat viele Baustellen. Römerberg bei Speyer scheint mittlerweile als einziges Gebiet quasi fertig ausgebaut zu sein. In Bretten ist der Ausbau im Gange, aber wohl noch nicht abgeschlossen?? Cluster Sinsheim ist erfolgreich vorvermarktet, der Ausbau geht schleppend bzw. stockend voran. Im Neckar-Odenwald-Kreis ist die BBV mittlerweile auch dabei mit der Marke „toni“ ausbauen zu wollen. Aber nicht nur bei „uns in der Region“ ist BBV unterwegs. Auch im Enzkreis wird vorvermarktet. Wenn man weiter sucht findet man sicherlich noch das eine oder andere Gebiet wo sie ebenfalls unterwegs sind.

Die Frage die sich einem unweigerlich stellt: Wieso macht man soooo viele Baustellen gleichzeitig auf ohne eine vernünftig abzuschließen? Nun, das ist eine sehr gute Frage. Eine finale Antwort habe ich darauf nicht. Aber böse Zungen könnten behaupten man versucht so viel Gelder wie möglich vom Investor einzusacken und sich so entsprechend gut bezahlen zu lassen, ohne tatsächlich leisten zu müssen. Schließlich können Investitionen auch mal in die Hose gehen. Auf der anderen Seite: Investoren die so viele Mittel bewilligen sind ja auch nicht von vorgestern. Die kennen solche Spielchen eigentlich und müssten wissen wie man damit umgeht.

Aber wie steht es jetzt um unsere Region? Wird BBV hier tatsächlich noch etwas bewegen? Die Rhein-Neckar-Zeitung hat berichtet, dass dem bisherige Investor die Aufkauf-Kosten der bestehenden Infrastruktur vom Zweckverband Fibernet-rn wohl zu teuer waren und es deshalb zu Verzögerungen kommt. Fibernet’s Aussagen zufolge läge es wohl nur an der BBV die vorliegenden Verträge zu unterzeichnen. BBV hatte mir in Gesprächen erzählt, dass es nicht an Ihnen läge… Nun, da scheint einer dem anderen den schwarzen Peter zuzuschieben und der leidtragende ist der künftige Kunde, dem man erst auf Glasfaser heiß gemacht hat, und dann aber nicht bedienen kann.

Aus weiteren Quellen wurde ich informiert, dass BBV – bisher durch den Investor RiverRock getrieben – nun durch den Investor Infracapital aufgekauft wurde. Hier die Pressemitteilung dazu. Dem neuen Investor schreibt man mehr KnowHow und Kompetenz zu als dem alten, so dass es eigentlich hoffen lässt dass mit dem Wechsel die Sachlage besser wird. Schließlich will der Investor ja etwas für sein Geld sehen und bekommen.

Das leidige an dem ganzen Thema ist: Meckern hilft uns nicht. Und BBV mit weiteren Fragen zu quälen hilft auch nicht. Mehr wie verschobene Versprechungen haben wir in den vergangenen Monaten und quasi schon Jahren nicht bekommen. Es ist unwahrscheinlich dass sich dies in den kommenden Wochen und Monaten ändert. Wir werden den April abwarten müssen um zu sehen ob das Versprechen dieses mal gehalten wird.

Auf der einen Seite will ich der BBV glauben dass sie an einem echten Ausbau interessiert sind und alles dafür tun. Auf der anderen Seite muss ich extremst daran zweifeln wenn man an die wachsende Anzahl Baustellen und zunehmende Vorvermarktung denkt und auch schaut, was Fibernet-rn dazu sagt … (siehe den RNZ Bericht von weiter oben)

Die Frage ist: Welche Alternativen haben wir? Bei DSL bleiben? –> Sackgasse. Meine Ausführungen und Begründungen warum es mit Glasfaser nicht weiter geht halte ich nach wie vor für 100% valide. Einen Ausbau durch die Telekom binnen der nächsten 5 Jahre halte ich für utopisch. Haben sie doch erst kürzlich in Vectoring investiert und ein Großteil unser Gemeinde hat immerhin zwischen 16 und 50Mbit, einige wenige haben mehr, aber auch einige deutlich weniger. Wir sind für so einen Ausbau „eigentlich“ nicht attraktiv genug. Das hatte auch BBV mir damals gesagt als wir in der Vorvermarktungsphase waren. Nur in Kombination mit dem Cluster Sinsheim könne man es sich leisten Neckarbischofsheim und Co. mit anzubinden.

Welche Optionen haben wir also noch? Was ist mit dem Zweckverband Fibernet-rn? Die haben doch (mit NetCOM BW, einer Tochter der EnBW) in Adersbach die Häuser angeschlossen… Warum ist das bei uns keine Option? Wer oder was war dort der Motor der den Ausbau angetrieben hat? Ich werde versuchen das heraus zu finden. Aber vielleicht kann unsere Gemeinde da mal in Adersbach anklopfen und auch nachfragen…?!

Wen gibt es noch als Glasfaser-Player auf dem Markt? Die Deutsche Glasfaser… Nun ja, die sind eher in NRW und Niedersachsen groß unterwegs. In Baden-Württemberg sind die im Rhein-Neckar-Kreis in Edingen-Neckarhausen und Weinheim unterwegs und schauen wie die Nachfrage ist. ABER, nur in den Gewerbegebieten 🙁

Alles in allem: Uns sind die Hände gebunden. Wir können meckern und mit dem Fuß aufstampfen. Aber das bringt uns nichts. Entweder BBV kommt mit dem neuen Investor so langsam aber sicher in die Gänge, oder wir müssen auf eine Alternative hoffen. Und hier heißt es ganz klar: Fühler ausstrecken. So bleibt nur zu sagen: Kopf hoch, irgendwie geht’s weiter.

Ein etwas anderer Gesichtspunkt

Nachdem ich nun in der Gemeinde bzgl. Mitverlegearbeiten angefragt hatte, dachte ich mir, es wäre ggf. hilfreich diese Info direkt an BBV heran zu tragen. Nicht dass irgendwo etwas unter geht und die Sache noch länger dauert. Auch habe ich angeregt dass man doch mind. 1/4 jährlich in der Gemeinde einen aktuellen Stand der Dinge kund tut.

Nun, gesagt getan und binnen 3h auch schon eine Rückmeldung erhalten. Es wurde nochmals betont, dass bis dato Aufgrund der bekannten Ereignisse keine seriösen Angaben gemacht werden konnten. Also – so meine Schlussfolgerung – hat man es wohl sein lassen. Auf der anderen Seite hat man mir Auskünfte erteilt, welche sich offenkundlich alle als nicht haltbar herausgestellt haben. Leider.

Aber nicht nur Neckarbischofsheim, sondern auch Helmstadt-Bargen ist von der Verschiebung auf Q1/2021 betroffen. BBV erläutert die Verzögerung hier nun im Zusammenhang mit den MItverlegemaßnahmen der Energieversorger, welche sich im Schnitt auf 3 Monate belaufen. Hinzu kommen weitere Verzögerungen bedingt durch unverhältnismäßig viel Zeit und Absprachebedarf zwischen Investor und dem Infrastruktur-Eigner. Man spricht hier von Verzögerungen von 6-9 Monaten. Ob da nun die 3 Monate mit den Energieversorgern schon mit eingerechnet sind, sind mir an der Stelle unklar.

Klar ist: Je mehr Spieler das Spiel spielen, desto länger dauert es. BBV, verschiedene Energieversorger, der Investor zusammen mit dem Infrastruktur-Eigner, die Tiefbau-Firmen die wohl zum großen Teil aus dem Ausland stammen, … All das ist nachvollziehbar schwer unter einen Hut zu bekommen. So wie es scheint gehen nicht nur wir Bürger auf dem Glasfaser-Zahnfleisch, sondern auch die BBV die alle Akteure auf einen Nenner bringen muss.

Ein Punkt, welcher tatsächlich unter den Tisch fällt und an den die wenigsten Denken:
Selbst mit all den Verzögerungen wird der Ausbau schneller fertig sein als die nächste Ausbau-Iteration der Telekom oder eines anderen Unternehmens. Klar, jeder der von Glasfaser überzeugt ist möchte natürlich so schnell wie möglich seinen Glasfaser-Anschluss in Betrieb sehen. Aber wie ich schon am Info-Abend gesagt hatte: Noch reicht den meisten von uns der aktuelle DSL-Anschluss. Richtig schlecht würde es für uns erst in 5-10 Jahren aussehen. Aber bis dahin werden die vielen Mitspieler ihren gemeinsamen Nenner sicherlich schon lange gefunden haben. Lange rede kurzer Sinn: Durchhalten und weiter kritisch und objektiv weiter machen 😉

Mitverlegemaßnahmen auch bei uns

Da die BBV als einen Punkt den sie nicht beeinflussen kann etwaige Mitverlegewünsche oder -maßnahmen seitens der Kommune angeführt hat, habe ich in der gestrigen Gemeinderatssitzung die Fragen&Antworten Runde genutzt und direkt mal nachgefragt: Gibt es bei uns in der Gemeinde Mitverlagemaßnahmen die den Ausbau verzögern könnten?

Die Antwort aus dem Rathaus war: Da wo der Strom noch über Dachständer in die Häuser kommt, hat die Gemeinde eine Anfrage bei der EnBW gestartet um das „in die Erde verlegen“ der Stromleitungen möglichst mit nur 1x Straße/Gehweg öffnen zu erledigen.

Die BBV hatte nur die Syna GmbH (gehört zur Süwag) aufgeführt. Die Syna und auch Süwag hat aber in unseren Orten keine Zuständigkeit. Hier ist die EnBW zuständig. Unklar ist nun, ob die BBV Kontakt zur EnBW unterhält und von da weiß dass auch bei uns was zu tun ist, oder ob die BBV hier noch im dunkeln tappt. Ich werde diesbezüglich bei der BBV noch einmal nachfragen.

Was – wie ich finde – sehr schade ist: Im Rathaus hatte man keine aktuellen Ausbauinformationen von der BBV. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist man hier noch etwa auf dem Informationsstand von etwa Februar diesen Jahres… Man sprach mir selbst deutlich mehr Kenntnisstand zu. Ich deute das so: Die BBV informiert auch die Kommunen über den aktuellen Zustand nicht wirklich. Deshalb auch hier: Die BBV muss da aktiver werden.

Ich denke die BBV weiß um den aktuellen Informationsmisstand recht genau bescheid. Aber ich habe das Gefühl die Anzahl derer die das (aus BBV Sicht) wirklich stört ist wohl zu gering. Ich will nicht zu einem Run auf die BBV Info-Emailadresse aufrufen. Auch nicht zu einem Shitstorm oder dergleichen. Aber wer das Gefühl hat die BBV informiert uns nicht richtig oder nicht ausreichend, der darf sich gerne an die BBV wenden und dies kund tun. Kontaktdaten findet ihr hier. Aber bitte bleibt höflich und sachlich.

Kleine Randinformation: Ich habe mich mal stellenweise umgehört wie der Ausbau in anderen Regionen Deutschlands mit anderen Firmen verläuft. Auch hier scheint es Jahre zu gehen. In einem Beispiel wurden mir 3 Jahre genannt. Scheint also nicht komplett ungewöhnlich zu sein. Bei anderen geht es teils aber auch schneller.

Bad News: Weitere Verzögerungen

Bei meinem vergangenen Emailkontakt mit BBV bekam ich auf die Frage, wann es denn nun endlich bei uns mit dem Ausbau los geht und wie es um die Fertigstellung steht die Aussage, wenn alles glatt läuft ist das Netz Ende 2020 fertig, wenn es weniger glatt läuft eher im 1. Quartal 2021.

Da man für so ein Vorhaben mit so kurzem Zeitfenster dann doch mal einen Spatenstich ankündigen sollte, habe ich bei BBV erneut kritisch hinterfragt wie das den gehen soll?

Rund 900 Anschlüsse (ich hab mal ein wenig aufgerundet) binnen 5-8 Monaten komplett ausbauen… Das wären bei einem 10h Arbeitstag und einer 5 Tage Arbeitswoche nur rund 2 Stunden für einen einzelnen Anschluss. Absolut unrealistisch wenn man jetzt noch keinen definitiven Plan hat wann es los geht.

Zudem habe ich von Bürgern aus Meckesheim die Info bekommen, dass das Leerrohr wohl schon in der Straße und stellenweise auf den Grundstück liegt, aber sich seit einem Jahr nichts mehr getan hat. Hier ist man – gelinde gesagt – sauer auf die BBV und deren Kommunikationsverhalten.

Die Antwort von BBV fiel nun erneut ernüchternd aus. Zum einen versicherte man mir, dass man am Ausbau zu 100% fest hält. Alleine schon aus betriebswirtschaftlichen gründen wäre man nicht nur am Ausbau, sondern insbesondere auch für den Infrastrukturinvestor an einer möglichst zeitnahen Aktivierung der Anschlüsse der Kunden interessiert. Der Infrastrukturpartner investiert in den Ausbau. Und dieser benötigt die Beiträge der Kunden zur refinanzierung der eigenfinanzierten Netze.

Aktuell gäbe es wohl zwei Faktoren die BBV selbst nicht beeinflussen kann:

  1. Der Erwerb der vorhandenen Infrastruktur in den Kommunen zwischen dem Investor und dem Eigner. Hier gibt es nach wie vor Diskussionen und Gespräche.
  2. Offenbar haben einige Kommunen den Wunsch Mitverlegenaßnahmen durchzuführen, wohl primär in Abstimmung mit der Syna GmbH, einer Netztochter der Süwag Energie AG. Man möchte seitens der Kommunen das mehrfache Öffnen der Straßen und Bürgersteige vermeiden und alles in einem Durchgang erledigen.

Meine Anmerkungen hierzu:

Zu 1): Ich mutmaße hier geht es um die Netze/Leerrohre der Zweckverbandes fibernet-rn, welchem sich unsere Gemeinde ebenfalls angeschlossen bzw. hier mit einem Ausbau des Backbones durch unseren Ort entsprechend beteiligt hat. Diese Gespräche sind wohl etwas komplizierter als man sich es vorstellen kann. Denn solche Gespräche gibt es meines Wissens schon mindestens seit Ende 2019. Hier hilft nur abwarten und Tee trinken. Seitens BBV würde ich mir hier mehr Transparenz und Aufklärung Wünschen. Denn als Kunde ohne dieses Detailwissen kommt man sich schon etwas verschaukelt vor.

Zu 2): Meines Wissens ist die Syna bzw. Süwag in unseren Ortsteilen nicht tätig. Hier ist die EnBW zuständig. Ich kann also nur mutmaßen, dass es in anderen Kommunen (Richtung Meckesheim???) hier zur Verzögerungen kommt die sich bis hin zu uns in der „Warteschlange“ auswirken.

Zuletzt heißt es in der Email, dass der Spatenstich für uns Q1/2021 geplant ist. Wenn man hier vom Worst-Case „Ende März 2021“ ausgeht, klingt das nach einer möglichen Fertigstellung des Netzes für unsere drei Orte irgendwann Ende Q3/Q4 2021. BBV ist aber bemüht weitere Tiefbaukapazitäten zu organisieren um Zeit aufzuholen. Gespräche mit Tiefbauern laufen wohl schon.

Alles in allem: Nachvollziehbare Punkte. Nur muss BBV hier noch mehr die Hausaufgaben hinsichtlich Aufklärung machen. Ich unterstelle meinen Lesern durchaus die Kompetenz die Dinge hier nachzuvollziehen. Und wenn es meinen Lesern hilft, dann könnte auch die BBV etwas aktiver werde und von sich aus in einem regelmäßigen Update (alle 4-8 Wochen??) den aktuellen Stand der Dinge kund tun. Das würde die Gemüter auf beiden Seiten sicher etwas beruhigen.

Die weitere Planung für Neckarbischofsheim Helmhof und Untergimpern.

Wie schon auf Facebook angekündigt, habe ich Kontakt mit BBV aufgenommen um den aktuellen Stand der Dinge zu erfahren.

Zuletzt hatte ich von BBV die Info bekommen, das wohl möglich im August 2020 der Spatenstich erfolgt und gegen Ende Januar 2021 der Ausbau abgeschlossen sei. Die Verzögerungen bis hierhin waren durch zusätzliche Planungs- und Abstimmungsaufwände mit fibernet Verband und so weiter begründet. Wenn man sich den Umfang des Projektes „wir graben ganz Neckarbischofsheim, Helmhof und Untergimpern um“ anschaut, dann ist es schon verständlich dass hier mit vielen Unbekannten jongliert werden muss.

Nun sind es noch knapp 4 Wochen bis August. Aber – wie wir alle Wissen – hält uns ein Virus names SARS-CoV-2, kurz „Coronavirus“ weltweit in Schach. Firmen können nicht wie gewohnt arbeiten und reisen, Hygienevorschriften vermasseln viele Projekte etc… Was für uns seit 3-4 Monaten allgegenwärtig ist, beschäftigt auch BBV. Subunternehmen die die Arbeiten durchführen können/konnten ihre Arbeiter nicht schicken oder teils auch nicht einreisen lassen. Arbeitertrupps wurden deshalb mit ihrer Arbeit in anderen Gemeinden nicht fertig und stehen deshalb nicht zu geplanten Zeitpunkten in anderen Gemeinden zur Verfügung.

Ich erwähne hier nochmal, dass ich von BBV keinen Cent bekomme und auch nichts dafür erhalte dass ich hier so berichte. Ich kann aber die aktuelle Lage (und auch die Lage vor Corona) verstehen und nachvollziehen. Deshalb: Dies hier ist keine bezahlte „Inschutznahme“ von BBV, sondern einfach meine ehrliche Meinung mit meinem eigenen Projektmanagement-Hintergrund-KnowHow.

Lange rede kurzer Sinn: Man geht bei BBV aktuell von etwa 3 Monaten zusätzlichem, Corona-bedingen Verzögerungen aus, so dass man bei der Fertigstellung nicht von Ende Januar, sondern eher von Ende März 2021 (Ende Q1/2021) ausgeht. BBV versicherte mir dass man mit Hochdruck am Ausbau arbeite:

Im Mittelpunkt stand in den letzten Wochen und Monaten natürlich das Wohl aller Mitarbeiter, Kollegen und Kunden. Zum Glück haben alle Maßnahmen dazu geführt, dass bisher niemand aus dem genannten Kreis in Mitleidenschaft gezogen wurde, und wir nun wieder mit allen Kräften dabei sind, unser gesetztes Ziel zu erreichen.

Arno Maruszxzyk per Email am 01.07.2020

Um der aktuellen Verzögerung bestmöglich entgegen zu wirken, wird nun versucht die Ressourcen noch einmal aufzustocken. Sollte dies gelingen, und alles bestmöglich laufen (=best case scenario), dann könnte bereits Ende Dezember 2020, also diesen Jahres der Ausbau abgeschlossen sein. Man verwies aber explizit darauf, dass dies ein bestmöglichen Szenario sei und man deshalb eher mit dem wahrscheinlicheren Szenario, also Ende Q1/2021 rechnen solle.

Also: Wenn alles „normal klappt“, Ende Q1/2021. Wenn man vom vorherigen Plan Ende Januar 2021 ausgeht und nun selbst mal die Corona-zeit aufaddiert, dann ist Ende März 2021 mit weiteren Aufstockungsbemühungen sicherlich nicht unrealistisch.

Alles in allem bin ich dennoch gespannt wie schnell der Ausbau dann von statten gehen wird. Der Spatenstich steht noch aus. Einen Termin habe ich noch nicht genannt bekommen. Aber ich bleibe dran. Sobald der Spatenstich dann erfolgt ist, werde ich näher dran bleiben und über Fortschritte berichten. Mit etwas Glück können wir im Herbst dann schon die ersten eigenen Hochrechnungen platzieren und selbst einschätzen ob der Plan aufgeht.

Ich bleib für euch dran. Wenn ihr fragen habt, stellt diese am besten per Email an info @ glasfaserinfo-neckarbischofsheim.de
Ich sammle dann wieder und stelle dies BBV vor.

Zuguter letzt, ein abschließender Satz von BBV:

Wir sind natürlich auf das Verständnis und die Geduld unserer Kunden angewiesen und möchten uns erneut im Namen der gesamten BBV dafür bedanken – bleiben Sie gesund!

Wir halten Sie auf dem Laufenden ….